Würselen: Neubau der Gesamtschule: Würselener wehren sich

Würselen: Neubau der Gesamtschule: Würselener wehren sich

In Würselen soll an der Krottstraße eine neue Gesamtschule entstehen. Einige Anwohner wehren sich gegen die Pläne und begründen ihren Protest mit hohen Baukosten und einem mangelhaften Verkehrs- bzw. Erschließungskonzept.

In einem persönlichen Gespräch baten sie Städteregionsrat Helmut Etschenberg, die Entscheidung des Würselener Rates als Kommunalaufsicht zu prüfen. Eine ausführliche Darstellung ihrer Sichtweise untermauerten sie mit 151 Unterschriften von Würselener Bürgern, die sich ebenfalls gegen den Neubau wenden.

Ihr Protest richte sich nicht gegen die Gesamtschule als solche, betonten die Mitglieder der Bürgergruppe, die ins Haus der Städteregion Aachen gekommen waren, um Städteregionsrat Etschenberg um Hilfe zu bitten. Man wolle vielmehr darauf hinweisen, dass anstelle eines Neubaus die Renovierung des vorhandenen Schulgebäudes in der Tittelstraße kostengünstiger und letztlich mit Blick auf die Verkehrsbelastungen auch „verträglicher“ sei, so die Gruppe unisono.

Joachim Classen, Marion Peters, Klaus Köhler sowie Elfriede und Hans-Peter Drabent sind davon überzeugt, dass der Neubau die teurere und schlechtere Alternative sei. Darüber hinaus zeichne sich ab, dass durch die zusätzliche Verkehrsbelastung noch mehr Probleme im Bereich Friedrichstrasse/Bahnhofstrasse entstünden. Alle Argumente sprächen demnach für eine Renovierung der vorhandenen Räumlichkeiten.

Aus diesen Gründen baten Sie Städteregionsrat Helmut Etschenberg um Prüfung, ob die Vergaben korrekt erfolgt seien und ob das Verkehrsgutachten alle relevanten Fakten des ruhenden und fließenden Verkehrs beinhalte. Etschenberg sagte zu, mit der Stadt Würselen Kontakt aufzunehmen und die Angelegenheit von den Fachämtern prüfen zu lassen.

Mehr von Aachener Zeitung