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Alsdorf: Naturwissenschaften nicht nur theoretisch

Alsdorf : Naturwissenschaften nicht nur theoretisch

Dem Gymnasium soll geholfen werden, und zwar so schnell wie möglich - trotz der augenblicklichen Hängepartie um die Zukunft des gesamten Gebäudekomplexes an der Theodor-Seipp-Straße.

Denn offen bleibt weiter, ob die Schule saniert oder womöglich an anderer Stelle neu gebaut werden soll.

Anlass zum dringenden Handeln trotz dieser Ungewissheit um die Zukunft bietet der desolate Zustand von naturwissenschaftlichen Einrichtungen der Schule, die wegen sicherheitstechnischer Mängel „nicht mehr gebrauchsfähig für den Unterricht” seien, wie es Dezernent Klaus Spille im Schulausschuss unter Leitung der CDU-Politikerin Ulrike Wagner formulierte. Eine Reparatur sei nicht mehr möglich.

Selbstständig lernen

Überdies plant die Schulleitung einen Schulversuch zur Förderung selbstständiger Lernprozesse, der neben Biologie, Chemie und Physik auch Gesellschaftswissenschaften einbezieht. Eine Genehmigung vom Schulministerium liegt vor.

Das Projekt soll bereits zu Beginn des nächsten Schuljahres umgesetzt werden - was für das Selbstlernzentrum auch räumliche Veränderungen bedeutet. Die Stadtverwaltung kalkuliert mit einem Kostenaufwand von 125.000 Euro. Weitere 40.000 Euro kommen hinzu für notwendige bauliche Anpassungen.

Spille verwies auf eine „enge Zeitachse”: Würden die unumgänglichen parlamentarischen Entscheidungen erst in der regulären Ratssitzung am 15. Juli über die Bühne gebracht, bedeute dies wegen des Ausschreibungsverfahrens, dass vor Oktober/November nichts realisiert werden könne.

Und damit es am Gymnasium nicht nur „Tafelphysik” gibt, wie es der stellvertretende Verwaltungschef formulierte, sondern weiterhin praktische Versuche für die Schüler, werde im Rathaus überlegt, so Spille weiter, eine Ratssondersitzung einzuberufen. „Wir können das Gymnasium nicht so stehen lassen”, sieht der Dezernent die Stadt zweifelsfrei in Zugzwang.

Spille machte auch deutlich, dass die ins Auge gefassten Neuanschaffungen keineswegs eine Vorentscheidung über den jetzigen Standort der Schule bedeuten würden. Die naturwissenschaftlichen Ersatzmaßnahmen seien „mobil”, sodass sie bei Bedarf problemlos auch an anderer Stelle installiert werden könnten.

Akute Probleme gibts überdies am Haupteingang der Schule, der auf Anweisung des Amtes für Arbeitsschutz gesperrt werden musste. Auslöser dafür waren fehlende Fluchtwege, die bereits hergerichtet wurden, und Schäden an einer Treppenanlage, berichtete die Verwaltung.