Herzogenrath: Naturfreunde: Streckenführung für Radschnellweg in Frage gestellt

Herzogenrath: Naturfreunde: Streckenführung für Radschnellweg in Frage gestellt

„Wir unterstützen seitens der Naturfreunde (NF) ausdrücklich die jetzt gestartete Unterschriftensammlung“, betont der Vorsitzende der NF, Bruno Barth. Ein Herzogenrather Bürger hat die Aktion „Keine Trasse für den Radschnellweg Aachen — Herzogenrath durch das Landschaftsschutzgebiet am Wurmtal“ gestartet.

Die Unterschriftenlisten liegen ab sofort im NF-Haus in der Comeniusstraße in Merkstein aus. Bei Veranstaltungen der NF dort und während der regelmäßigen Öffnungszeiten (sonntags ab 15 Uhr und freitags ab 19.30 Uhr) können Bürgerinnen und Bürger dort unterschreiben.

Außerdem findet man die Liste unter www.naturfreunde-merkstein.de und kann sie ausdrucken. „Bürgerbeteiligung“ bezüglich der Streckenführung war von der Verwaltung der Städteregion immer wieder versprochen worden. Auch beim „Kongress Radschnellwege“ der „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Städte“ (AGFS) in Essen — bei dem Bruno Barth und Marika Jungblut für die NF teilgenommen haben — räumte der „Radverkehrsbeauftragte“ der Städteregion ein, dass es bezüglich der Planung des Radschnellweges Aachen — Herzogenrath mit Abzweig Heerlen von Beginn an kritische Stimmen aus dem Bereich des Naturschutzes gegeben habe.

Eine Entscheidung stehe deshalb noch aus. Neben verschiedenen Kurzreferaten zu Radschnellwegen allgemein gab es bei dem Kongress eine Podiumsdiskussion unter dem Titel: „Radschnellwege — Luxus oder Investment in die Zukunft?“ Dabei gab es auch kritische Stimmen, dass es sinnvoller wäre, mit dem Geld des Landes ein flächendeckendes Radwegenetz auszubauen und bestehende Radwege instand zu halten, statt einzelne „Leuchtturmprojekte“ zu finanzieren.