1. Lokales
  2. Nordkreis

„Närrischer Grenzlandschild“ für Kölner Kult-Band „De Höhner“

35. Sonderorden der KG Au Ülle : „Närrischer Grenzlandschild“ für Kölner Kult-Band „De Höhner“

„Die Höhner schaffen durch die Musik etwas Einzigartiges. Ihre Lieder sind über Generationen und Ortsgrenzen hinweg bekannt, werden gespielt und gesungen. Sie bilden ein verbindendes Element zwischen den Menschen“.

Dies sagte der Ülle-Senatspräsident Norbert Güldenberg in seiner Laudatio auf die 35. Trägerin des Sonderordens „Närrischer Grenzlandschild“: Die Kölner Kult-Band „De Höhner“. Zu Ehren der Bandmitglieder Henning Krautmacher, Micki Schläger, Jens Streifling, Heiko Braun, Hannes Schöner und Joost Vergoossen sowie der beiden Höhner-Gründer Peter Werner und Janus Fröhlich präsentierten Senat und Aktivitas des KG Au Ülle eine fast vierstündige Matinee mit einer Vielzahl von ganz besonderen Bonbons.

Normalerweise stehen Henning Krautmacher und seine Band selber auf der Bühne und rocken den Saal – diesmal durften sie einfach nur genießen! Die gut gelaunten Moderatoren Ülle-Präsident Achim Mallmann und Vorsitzender Marcel Schröder überraschten nicht nur die Freunde der Gesellschaft mit einem Programm der Extra-Klasse.

Auch die „Höhner“ zeigten sich mehr als begeistert darüber, was in Würselen und in der Region karnevalistisch und kulturell so alles geboten wird. Die Stimmung brodelte im Saal gleich zum Auftakt bei einer großen Überraschung: Der Würselener Torben Klein, noch bis März 2019 Bandleader der „Räuber“ präsentierte –natürlich- den Höhner-Kulthit „Ich ben ne Räuber“ und seinen Hit „Für die Iwigkeit“. Schlag auf Schlag ging’s weiter: Zu Ehren der „Höhner“ marschierte die Funkengarde der Erkelenzer KG in den Saal. Umjubelt wurden die Ülle-Showtanzgruppe und Tanzmarie Larissa mit ihren neuen Tänzen zu den „Höhner“-Songs.

„Uns ist es eine große Ehre und wir sind stolz darauf, heute eine Gruppe von Champions-League-Musikern mit dem Orden `Närrischer Grenzlandschild´ auszeichnen zu dürfen“, betonte Norbert Güldenberg in seiner Laudatio. 46 Jahre engagierte Mundart-, Brauchtums- und Kulturpflege, Musikalität auf höchstem Niveau, Heimatverbundenheit, Kante zeigen und soziales Engagement – dies zeichne die Band aus.

Güldenberg blickte zurück: 1972 gegründet unter dem Namen „Ne Höhnerhoff“, folgten Auftrittsbuchungen zu einer „Traumgage“ von 80 Mark. Seit 1987 heißt die Gruppe nur noch „Höhner“. In dem Jahr kommt Henning Krautmacher zur Band, bis heute Frontsänger der „Höhner“. Norbert Güldenberg: „Es folgte ein Hit nach dem anderen“. Viele davon, wie zum Beispiel „Viva Colonia“ und „Schenk mir Dein Herz“ platzierten sich in den Charts.

Zu den Erfolgsrezepten der „Höhner“ zählen die Zusammenarbeit mit dem Circus Roncalli und natürlich die regelmäßigen Konzertreihen „Höhner Classic“ und „Höhner Weihnacht“. Bei all ihren Projekten halten die „Höhner“ aber immer das Wesentliche im Blick. Norbert Güldenberg: „Sie sind authentisch und am Puls des Lebens, manchmal heiter - manchmal besinnlich. Sie sind mit Engagement und spürbarer Lebensfreude bei der Sache.

Die „Höhner“ beziehen klar Stellung, wenn es um Toleranz und gegen Ausgrenzung sowie für mehr soziale Gerechtigkeit und gegen Rassismus geht, so z.B. bei der Kampagne ´Arsch huh - Zäng ussenander`“.Norbert Güldenberg abschließend unter dem Applaus des Publikums: „Mit diesem Orden sprechen wir den „Höhnern“ für fast 50 Jahre musikalische Schaffenszeit und fast ebenso langem ehrenamtlichem Engagement Dank und Anerkennung aus!“.

In diesen Dank eingeschlossen sei die Treue der Band für die inzwischen 20 Open-Air-Konzerte mit der KG Au Ülle auf der Burg Wilhelmstein. Es folgte die Eintragung in das Goldene Buch der Stadt, zu dem Bürgermeister Arno Nelles eingeladen hatte. Mit herzlichen Worten gratulierten BDK-Präsident Klaus-Ludwig Fees (Bexbach), NEG-Vize Raymond Vlecken und VKAG-Präsident Hans-Josef Bülles.

Zum Finale folgte ein absoluter Höhepunkt: ein feines Konzert des Neuen Chors Würselen unter der Leitung von Christoph Leuchter mit einigen ruhigen, aber auch stimmungsvollen Songs. Vierstimmig präsentierte der Neue Chor ein Medley mit Höhner-Songs. Henning Krautmacher und seine Band gratulierten für die diese tolle Performance. Der KG Au Ülle sagte er Dank für diese tolle Veranstaltung, der Orden werde einen besonderen Ehrenplatz erhalten, direkt „neben den Goldenen Schallplatten“.

Ohne Zweifel: die Lila-Eulen und die „Höhner“ verbindet eine enge Freundschaft! Zum Abschluss überreichte Senatspräsident Norbert Güldenberg an die „Höhner“ einen Spenden-Scheck über 500 Euro zugunsten des Lobby-Restaurant „Lore“, in dem Obdachlose betreut werden.

(ro)