Herzogenrath: Musikgenuss von Huub Claessens und „Salonorchester Da Capo“

Herzogenrath: Musikgenuss von Huub Claessens und „Salonorchester Da Capo“

Ein paar ganz wunderbar unbeschwerte Stunden haben Geiger Ernest Frissen und seine Künstlerkollegen vom „Salonorchester Da Capo“ ihren Zuhörern im Saal von Burg Rode beschert.

Dort, wo die Niederländer inzwischen seit Jahren gern gesehene Gäste sind, boten sie einen Querschnitt durch die Klassik leichterer Bauart in Bearbeitungen für Geigen, Klavier, Flöte, Cello und Kontrabass — aber nicht nur.

Für das gewisse Etwas sorgte der Bassbariton Huub Claessens. Der war aus der Musikmetropole Wien, seiner heutigen Heimat, angereist und freute sich über den Auftritt mit Ensemblechef Ernest Frissen, Pianist Constant Notten („Das war mal mein bester Kumpel“) und den anderen Mitstreitern: „Seit 22 Jahren haben wir uns nicht mehr gesehen.“

Gemeinsam rockten der aus Meerssen bei Maastricht stammende Mittfünfziger und die Virtuosen von „Da Capo“ die Burg. Der Stargast ist nicht nur ein Vertreter seines Fachs mit glänzender Stimme und gewinnendem Auftreten — was er unter anderem mit der berühmten „Register-Arie“ des Dieners Leporello aus Mozarts Oper „Don Giovanni“ eindrucksvoll demonstrierte, Partitur auf dem iPad inbegriffen.

Gar nicht mal so ganz nebenbei stellte sich Claessens als Saxophonist und Trompeter vor. Seine Interpretation des Jazz-Standards „My Funny Valentine“: Vollwertnahrung allererster Güte für das Gemüt und die Ohren.

Stoff zur hoch melodischen Gemütsergötzung gab es vom Ensemble natürlich auch darüber hinaus — und zwar reichlich.

Ein Ungarischer Tanz von Brahms, Sätze aus einer Bach-Suite und viele andere Stücke mehr: Das Publikum auf den restlos besetzten Stühlen im Saal der Burg wurde mehr als einmal mit harmonischer Feinkost bedient und dankte es den Interpreten mit herzlichem Beifall.