Würselen: Musikgenuss bei „Pius am Mittwoch“

Würselen: Musikgenuss bei „Pius am Mittwoch“

Einen Musikgenuss vom Allerfeinsten brachte die Reihe „Pius am Mittwoch“ den Zuhörern im Pfarrsaal von St. Pius X. in der Würselener Siedlung Teut. Programmmacher Hans-Günter Leuchter, der bei dieser Gelegenheit einmal mehr als Pianist hervortrat, führte zusammen mit seinen Mitstreitern Aki Sakamoto (Geige), Kasia Gasztecka (Bratsche), Rainer Bartz (Cello) und Detmar Kurig (Kontrabass) Werke des Wiener Romantikers Franz Schubert auf.

Wiewohl Organisator Leuchter die Fäden zusammengeführt hatte, war Kurig, Musikhochschul-Professor in Aachen, Düsseldorf und Trossingen, gewissermaßen das Herz dieses Kammerkonzertes im vergleichsweise intimen und zwanglosen Rahmen.

Sowohl in der Bearbeitung der Arpeggione-Sonate für sein Instrument und das Klavier als auch bei der Gestaltung des wiederum transkribierten Forellen-Quintetts setzte dieser Gast, der freilich bei „Pius am Mittwoch“ kein Fremder ist, die konzentriert zuhörenden Menschen mit der Breite seiner interpretatorischen Mittel ein ums andere Mal in Erstaunen. Im Verbund mit dem fein perlenden Spiel Leuchters am Flügel wusste Kurig den Gesamtklang sehr facettenreich zu gestalten. Aus den Saiten holte er mit dem Bogen jedenfalls nicht nur die schweren, brummenden Töne heraus, die den Kontrabass zum klassischen Begleitinstrument machen. Über weite Strecken stellte sich ein fast cellohaft singender Klang ein. An Anmut und Spritzigkeit fehlte es nicht. Und so wird der Schubert Franzl im Komponistenhimmel gewiss zufrieden gewesen sein.

(ch)