Musikalische Weltreise bei Pius am Mittwoch

„Kontraste“ bei „Pius am Mittwoch“ : Musikalische Weltreise durch die Jahrhunderte

Ein abwechslungsreiches Konzert präsentierte das „Pius am Mittwoch“-Team der katholischen Gemeinde St. Pius X. im Pfarrsaal. „Kontraste“ lautete der Titel einer „musikalischen Weltreise“ durch die Jahrhunderte.

Organisator Hans-Günter Leuchter, der selber am Klavier konzertierte, hatte nicht zu viel versprochen. Gemeinsam mit Dirk Beyer (Flöte) überraschte Leuchter die zahlreichen Musikbegeisterten der Gemeinde mit einer faszinierenden musikalischen Vielfalt von Werken verschiedener Komponisten aus dem 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Zu hören waren Musikstücke aus der Barockzeit, Klassik war dabei, Filmmusik, Traditionals und auch neue Musik wie beispielsweise von dem japanischen Komponisten Takatsugu Muramatsu (Jahrgang 1978).

Das besondere hierbei war, dass die beiden kongenialen Künstler diese Werke für Klavier und Flöte nicht in einer chronologischen Reihenfolge darboten, sondern in sehr kontrastreicher Form spielten.

Begonnen wurde mit dem Andante aus der fünften Sonate (BWV 1034) von Johann-Sebastian Bach (1685-1750). Kontrastreich dahinter das Traditional „Danny Boy“, und William Lloyd Webbers „Mulberry Cottage“ aus dem 20. Jahrhundert. Es folgten Werken von Fauré, Mozart und als Finalwerk des ersten Konzertteils die „Fantasie pastorale hongroise“ von Albert Franz Doppler, dem österreichisch-ungarischen Tonschöpfer, der viele Jahre seines Lebens in Wien verbrachte. Das vor allem für die Flöte technisch höchst anspruchsvolle, teilweise sehr frei vorzutragende Werk in der Art eines Salonstückes lebt von den verschiedenen Tempi und Rhythmen und stellt höchste Ansprüche auch an das präzise Zusammenspiel der Musiker. So gab es schon vor der Pause langanhaltenden Beifall des begeisterten Publikums.

Hans-Günter Leuchter, der nach seiner Klavierausbildung diverse Meisterkurse für Kammermusik und Dirigieren besuchte, und Flötist Dirk Beyer harmonierten in beeindruckender Form. Dies stellten sie ebenso im zweiten Konzertteil mit Werken von Telemann, Morricone, Vivaldi, Kronke und Muramatsu unter Beweis. Finale des Konzertes war die Komposition „Earth“ des 1978 geborenen japanischen Komponisten Takatsugu Muramatsu. Das Stück ist quasi ein Hohes Lied auf die Erde, in dem viele Elemente des Planeten wiederzuerkennen sind, seien es Stürme, Winde, Wasser, Berge und ruhige Landschaften. Mit standing ovations verabschiedete das Publikum die Musiker nach einer Zugabe aus der h-moll-Suite von J. S. Bach.

Hans-Günter Leuchter konzertiert als Liedbegleiter, Kammermusiker und Dirigent. Als Organisator klassischer Konzerte ist er vorwiegend im Aachener Raum tätig. Die Konzertreihe „Pius am Mittwoch” wurde 2003 von ihm mitgegründet.

Der Pädagoge Dirk Beyer studierte in Aachen, Köln und Münster die Fächer Chemie, Englisch, Pädagogik und Physik auf Lehramt sowie das Fach Psychologie. Seine musikalische Ausbildung erhielt er in Klavier, Gesang/Chorleitung, Flöte sowie am ehemaligen Gregoriushaus der Stadt Aachen (Chor- und Orchesterleitung).

In der Städteregion Aachen ist er überwiegend als Chorsänger, Kammermusiker, Liedbegleiter und Dirigent im semiprofessionellen Bereich aktiv.

(ro)
Mehr von Aachener Zeitung