Würselen: Musikalische Leckerbissen auf der Burg Wilhelmstein

Würselen: Musikalische Leckerbissen auf der Burg Wilhelmstein

Doch, Kartenkäufer haben noch immer gute Chancen. Obwohl — heiß begehrt sind die Tickets für die frühsommerlichen Konzerte des Neuen Chores unter seinem Leiter Christoph Leuchter schon. Mehr noch: Für die Fans der Sängerinnen und Sänger, darunter beileibe nicht nur Würselener, sind die Auftritte ihrer Favoriten auf der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein Ereignisse — Ereignisse, bei denen selbst das Anstehen Stunden vor Einlassbeginn mit dazu gehört.

Unser Mitarbeiter Christoph Hahn sprach mit dem Dirigenten über die „Sahnestücke“, jenes Programm, das am Samstag, 11. Juni, ab 19.30 Uhr über die Bühne von Burg Wilhelmstein geht.

„Sahnestücke“: Bedeutet der Titel Ihres neuen Programms, dass den Zuhörer vor allem eine Auswahl im Sinne eines „Best Of“ erwartet?

Leuchter: Das heißt schon, dass da viele Sahnestücke aus 14 Jahren Neuer Chor mit bis jetzt fünf Konzerten dabei sind. Darauf wird es sich aber nicht beschränken — es sind zehn neue Nummern dabei, die auch besonders sind.

Wie kam es eigentlich zu diesem Titel?

Leuchter: Weil unser vorhergehendes Programm suggeriert hat: Ich will — so war der Titel - „Mehr davon“.

Heißt „Sahnestücke“ eigentlich auch, dass ein Konditor als Sponsor mit im Boot sitzt?

Leuchter: Nein, leider nicht.

Sie habe es anklingen lassen: Es steht neben Vertrautem als auch Ungehörtes, Unerhörtes auf dem Programm?

Leuchter: Im Grunde ist jedes Stück etwas Unerhörtes, weil wir Stücke covern, also in einer ganz eigenen Version aufführen. Das sind Arrangements, die man so nicht als Noten kaufen kann. Dabei spielt der Zusammenklang mit der Band eine besondere Rolle. Und wir verleugnen nicht, dass wir uns aus der Pfarre St. Sebastian heraus entwickelt haben und bekennen uns als Chor mit Liedern wie „Auf dem Weg“ zu unseren Wurzeln.

Mit „Auf dem Weg“ hat es doch außerdem noch etwas Besonderes auf sich, oder?

Leuchter: Ja, wir hüllen dieses Lied in ein orientalisches Gewand und integrieren in die Aufführung Musiker, die aus Syrien geflüchtet sind. Die freuen sich, dass sie bei unserem Konzert nicht bloß Zaungäste sein müssen. Darüber hinaus wird uns sicher noch die eine oder andere Überraschung einfallen.

Wie lange haben denn die Proben gedauert und wer macht denn überhaupt mit?

Leuchter: So um die 70 Leute und die Musiker der Band. Die engere Phase der Vorbereitung hat im April begonnen. Dazu gehört auch ein langes Proben-Wochenende an der Mosel. Das Programm ist dann auch erst seit diesem Wochenende klar.

Und wie lange dauert die Show?

Leuchter: Etwa zwei Stunden. Dann gucken wir mal. Es gibt auf jeden Fall zwischendrin eine Pause.

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie es nach den „Sahnestücken“ weitergehen kann?

Leuchter: Das wissen wir noch nicht. Aber, was die „Sahnestücke“ betrifft, gibt es schon ein paar Termine, die noch folgen — am 27. August, 19.30 in der Citykirche an der Großkölnstraße in Aachen und Ende April 2017 dann im Franziskanerkloster Vossenack.

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