Würselen/Alsdorf: Musical „Robin Hood“ macht große Fortschritte

Würselen/Alsdorf: Musical „Robin Hood“ macht große Fortschritte

Eigentlich ist Calvin Kauhsen schon gar nicht mehr am Heilig-Geist-Gymnasium. Der 19-Jährige hat in diesem Jahr sein Abitur gemacht, studiert nun Jura. „Aber ich habe mich im Februar entschieden, beim Casting für das anstehende Weihnachtsmusical mitzumachen“, sagt er beinahe schulterzuckend.

Beinahe, weil es ihm natürlich einen riesigen Spaß macht, als Hauptrolle den Robin in der Aufführung von Robin Hood Ende November in der Stadthalle Alsdorf zu geben. „Ich habe mal als jüngerer Schüler eine Musicalaufführung am HGG gesehen und wollte unbedingt dabei sein“, macht er Werbung für das alle drei bis vier Jahre stattfindende Musical des Heilig-Geist-Gymnasiums in Broich. „Seine“ Marian wird dann Lena Baumanns heißen. Beide tanzen an diesem Probenvormittag zusammen, gehen immer wieder ihre Choreographie durch und wirken ausgesprochen professionell.

Sie sind die Hauptfiguren: Lena Baumanns als Marian und Calvin Kauhsen (l.) als Robin, die natürlich im Moment sehr viel proben müssen. Rund 40 Schülerinnen und Schüler und auch Ehemalige des Heilig-Geist-Gymnasiums üben derzeit für das anstehende Weihnachtsmusical „Robin Hood“, das in der Stadthalle Alsdorf aufgeführt wird. Foto: Markus Bienwald

„Ich tanze schon seit zwölf Jahren“, sagt die 16-Jährige, die ganz nebenbei auch noch hervorragend singen kann. Die beiden sind als Hauptdarsteller echte Glücksfälle für Lehrer Martin Busch, der gemeinsam mit einem riesigen Stab an Lehrern, Schülern und Helfern das Musicalspektakel vorbereitet. „150 Mitwirkende werden auf der Bühne stehen, die alle in den Chören unserer Schule sind“, sagt er und kann damit den Aufwand, den die Schule für dieses Musical neben dem Schulbetrieb betreibt, nur umreißen.

Natürlich freut er sich, wenn dann professionelle Unterstützung wie durch Tanzlehrerin Alexa Harst dazukommt. „Wir haben uns bei den Arbeiten zu ‚Die Schöne und das Biest‘ kennengelernt“, freut sich Busch. Damals waren Kinder beim Casting und den Aufführungen dabei, die bei Alexa Harst Unterricht hatten. „Das ist natürlich ein riesengroßer Gewinn, weil es uns Professionalität bringt, die wir als Schule natürlich gar nicht so leisten können“, so der Pädagoge weiter.

Lust an der Bewegung

Und so tanzen die Pennäler am Samstagvormittag in Alexas Tanzschule an der Elchenrather Straße in Würselen, springen und schwitzen für zwei hoffentlich großartige Aufführungen. Und sie kommen hochkonzentriert und professionell rüber.

Da gibt es Tipps von denjenigen, die schon länger tanzen, da wird in den kurzen Trinkpausen über die gezeigten Schritte diskutiert oder einfach nur zusammen die Lust an der künstlerischen Bewegung genossen.

„Für mich war es schon ein Aha-Erlebnis, so unterschiedliche Gruppen beim Tanzen zusammenzubringen“, unterstreicht Martin Busch. Schließlich reicht die Altersspanne der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen von elf bis 19 Jahren. Da gibt es nicht nur von der Sicht der Dinge her große Unterschiede, auch das Körperliche wie Kraft, Ausdauer, Größe und Können spielen mit hinein. „Aber alles ist machbar“, sagt der Lehrer und freut sich über den Eifer, den die jungen Nachwuchskräfte in ihren Tanz und ihr Spiel legen. Ob das allerdings reicht, sich auch beruflich mit dem Thema Tanz, Theater oder Musical zu beschäftigen, weiß Calvin Kauhsen allerdings nicht. „Mir macht das Spaß, aber ich studiere jetzt erst einmal“, sagt er. Und auch Lena weiß noch nicht, wie sie mit ihren Talenten später einmal umgehen wird. „Es ist schon eine Überlegung wert“, sagt sie, „aber ich weiß noch nicht, was man später so alles machen kann.“

(mabie)
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