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Herzogenrath: Mobilitätsverbund ist noch nicht am Ziel

Herzogenrath : Mobilitätsverbund ist noch nicht am Ziel

Der Geschäftsführer des Aachener Verkehrsverbundes (AVV), Hans Joachim Sistenich, hat in der Sitzung der Verbandsversammlung Eurode die Pläne zur künftigen euregionalen Vernetzung der öffentlichen Verkehrssysteme dargestellt. Er verdeutlichte, dass es gelte, die derzeit noch bestehenden zahlreichen Hemmnisse und Hindernisse in Sachen grenzüberschreitender Mobilität zu beseitigen.

Zwar, so Sistenich, seien in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Bus- und Bahnlinien im grenzüberschreitenden Verkehr realisiert worden - etwa „NaTourBus”, die Freizeitlinie zwischen Eupen und Monschau, die „Euregiobahn” zwischen Heerlen und Stolberg/Eschweiler beziehungsweise Heimbach/Eifel, der „Euregioaixpress” zwischen Lüttich und Aachen sowie zahlreiche neue Buslinien zwischen Niederländisch-Limburg und dem Aachen-Heinsberger Raum. Auch seien weitere neue Haltestellen entlang der Euregiobahn und dem Euregioaixpress eingerichtet worden. Sistenich verwies zudem auf zahlreiche neue grenzüberschreitende Tarifangebote.

Vieles ist noch umzusetzen

Dies alles dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch vieles umzusetzen sei, ehe man von einem echten Mobilitätsverbund innerhalb der Euregio Maas-Rhein unter Einbeziehung leistungsfähiger und optimierter Direktverbindungen zwischen den Grenzregionen und allen Oberzentren der EMR sprechen könne.

Von herausragender Bedeutung sei hierfür die IC-Verbindung von Eindhoven über Heerlen via Herzogenrath nach Aachen, mit Anschluss an die Hochgeschwindigkeitslinien in Richtung Köln, Frankfurt/Main sowie in Richtung Lüttich, Brüssel, Paris und London. Sistenich hob auch die IC-Verbindung von Eindhoven über Maastricht nach Lüttich hervor, wodurch der „euregionale Kreis” geschlossen werde. Integriert werden müssten hierin die jeweiligen „Light-Rail”-Planungen der Kreisverbindung zwischen Aachen via Herzogenrath beziehungsweise Avantis-Heerlen-Hasselt-Maastricht und Lüttich, so der AVV Geschäftsführer. Die technische und betriebliche Machbarkeit sowie ein hoher Kostendeckungsgrad auf der Achse Eindhoven-Aachen hätten hier bereits zu einem nachdrücklichen Bekenntnis zur Realisierung der Verbindung seitens der politischen Verantwortungsträger geführt.

Es gelte nun aber, innerhalb der nächsten 18 Monate für das Gesamtkonzept die uneingeschränkte Zustimmung aller beteiligten Gruppierungen innerhalb der Euregio Maas-Rhein zu erlangen, um so, auch mit Blick auf die ständig steigenden Energiekosten, optimale Schienenverkehrsverbindungen der Wirtschafts- und Freizeitzentren innerhalb und außerhalb der EMR realisieren zu können, betonte Sistenich.