Nordkreis: Mit zwölf Operationen Mädchen aus Angola gerettet

Nordkreis: Mit zwölf Operationen Mädchen aus Angola gerettet

Die zwölfjährige Ana aus Angola ist auf dem Weg der Besserung. Anfang Mai kam sie nach Deutschland — weit weg von ihrer Familie — ins Friedensdorf Oberhausen. Mit einer Knochenmarkentzündung an Hüfte, Unter- und Oberschenkel ist sie dann ins Medizinische Zentrum (MZ) in Würselen eingeliefert worden. Ihr Leben stand auf dem Spiel.

Im MZ wurde ihr jetzt geholfen. „Nach ausführlicher Diagnostik zeigte sich: Die Entzündungen in Anas Körper waren lebensbedrohlich und viel schlimmer als angenommen“, berichtet Dr. Markus Graf, Chefarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am MZ. „Nach zwölf Operationen ist Ana stabilisieret und die Entzündungen sind eingedämmt. Ihr geht es jetzt gut. Mit Unterstützung läuft sie sogar bereits schmerzfrei.“

Um sich von den gut verlaufenen OPs zu erholen, wurde Ana nun ins Friedensdorf Oberhausen verlegt. Das Friedensdorf ist eine Hilfseinrichtung, die kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur medizinischen Versorgung nach Deutschland holt und anschließend wieder zu ihren Familien bringt. Damit Ana bald wieder selbstständig laufen kann, steht im September noch die Rekonstruktion ihres Hüftgelenkes im MZ an.

Kinder aus Krisengebieten

„Der Geschäftsleitung des Krankenhauses liegt viel daran, dass Kindern aus Krisengebieten geholfen wird, die in ihrem Land keine finanziellen Mittel für solch komplizierte Eingriffe haben. Deshalb hat das MZ ein spezielles Spendenkonto für Kinder aus Krisengebieten eingerichtet“, sagt René A. Bostelaar, Geschäftsführer des MZ. MZ-Hilfe für Kinder aus Krisengebieten, IBAN: DE65 3905 0000 1070 1767 46. Das Dreigestirn Würselen kam dem Spendenaufruf des MZ-Fördervereins in der Karnevalszeit nach. Damit ermöglichte es die Notoperation eines Jungen aus Afghanistan.

Die großzügige Spende finanzierte zudem einen Teil von Anas Behandlungskosten. Bis zu drei Kindern aus Krisengebieten behandeln die Ärzte und das Pflegepersonal des MZ jährlich unentgeltlich. Diese Kosten trägt das Krankenhaus. Alle anderen Kosten, wie Medikamente, Verbandsmaterial und MRTs, finanzieren sich durch die Spendengelder. Jede Unterstützung ermöglicht eine professionelle medizinische Versorgung im MZ.

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