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Alsdorf: „Mit Mannschaftsgeist für Bildung und Arbeit”

Alsdorf : „Mit Mannschaftsgeist für Bildung und Arbeit”

Gemeinsamkeiten erkennen Carl Meulenbergh und Helmut Klein. Obschon: Der Landrat (CDU) möchte Landrat bleiben, der parteilose Beigeordnete der Stadt Alsdorf möchte dort Bürgermeister werden.

Von diesen Positionen aus soll in den kommenden fünf Jahren um Arbeitsplätze, qualifiziertere Bildung, für eine Region der Technologie und der Kultur gerungen werden.

Die CDU-Spitzen aus dem Kreisgebiet gaben - nicht ohne dankbaren Rückblick - in Alsdorf ihre Ziele preis, wollen das auch im Wahlkampf noch an anderen Stätten tun. „Uns ist durch das Ergebnis der Europawahl der Rücken gestärkt, aber Kommunalpolitik ist eine andere Ebene”, sagte CDU-Kreisvorsitzender Axel Wirtz MdL. Das CDU-Programm dieser Wahlperiode in der Region habe die CDU weitgehend umgesetzt. Kommunalpolitik aber habe eigene Gesichter, „Menschen mit Erfahrung und Bodenständigkeit”, baut Axel Wirtz auf die Qualität der Kandidaten.

Siegerqualitäten

Siegerqualitäten gar, betonte Bernd Mortimer. „Ich sehe Landrat Carl Meulenbergh und Helmut Klein als Sieger der Wahl am 26. September”, so der Vorsitzende des Stadtverbands Alsdorfer Christdemokraten. Bis dahin sei noch viel Arbeit zu leisten, auch in „der Kontinuität bei der Arbeitsplatzbeschaffung”, hob Bernd Mortimer auf die - vor allem für die 520 Mitarbeiter - katastrophale Meldung der Renesas-Werksschließung ab.

Der Strukturwandel sei und bleibe eben ein Dauerthema in Alsdorf, erkannte Kandidat Helmut Klein. Aber: „Im Erfolg der Annapark-Bebauung liegt ein Zeichen für die Stadt”, die ihren Weg hin zum Platz für Kultur und Technologie fortsetzen müsse. Mit ihrem Angebot an Naturerlebnissen, Unterhaltung und exklusiven Museumsplänen („Energeticon”) forme sich Alsdorf zu einem Zentrum mit euregionalem Interesse. Dass da noch Defizite beim Straßenbau existierten, ließ Helmut Klein nicht aus.

„Großes Wir-Gefühl”

Auch gegen der Eindruck auf Grund der schwarzen Renesas-Zukunft nannte der amtierende Kämmerer den Industrie- und Gewerbepark (IGA) ein Erfolgsstück. Mit Verbündeten aus der Wirtschaft und Finanzwelt habe man zahlreiche Arbeitsplätze in Alsdorf geschaffen. Diese Gemeinschaft bleibe aber gefordert.

„Unser Wir-Gefühl ist groß”, bestätigte Carl Meulenbergh. Meinte aber auch seine Kreisverwaltung, deren „stimmiges und erfolgreiches Personalkonzept” sogar landesweit Interesse gefunden habe. Man sei auch stolz auf einen ausgeglichenen Etat - „nicht auf Kosten der Kommunen, wie manche falsch behaupten”, schließlich sei die Kreisumlage seit Jahren unverändert.

Schulden abgebaut

Zusätzlich habe der Kreis seine Schuldenlast von 50 auf etwa 23 Millionen Euro abgebaut. „Das sind noch 75 Euro pro Einwohner”, rechnete CDU-Fraktionschef Klaus Dieter Wolf nach. Und das funktioniere, „wenn man mehr Schulden tilgt als neue aufnimmt”, so der Kreispolitiker. Dessen Maxime: „Festhalten an der Vision der Schuldenfreiheit.”

Städteregion und Schulzweckverband sind für Landrat Carl Meulenbergh unter anderem Mittel, die „Wissens-Region Aachen” auszubauen, im Kreis und seinen Kommunen das Bildungswesen voranzutreiben. „Und zwar mit Voraussicht”, lenkte er ein auf das akute Problem des städtischen Gymnasiums Alsdorf. Mit Helmut Klein war er sich einig: Es gibt allgemein Sanierungsstau an öffentlichen Gebäuden. „Wir suchen den besten Weg der Lösung!”

Nicht nur dafür. „Energieversorgung, Gesundheitsdienst, Merzbrück” hat der Landrat als langfristige Aufgabenfelder im Blick. Das sei zu schultern, war sich die interkommunale Runde einig. Mit der Losung, die Axel Wirtz vornweg ausgegeben hatte: „Die CDU zeigt Mannschaftsgeist!”