Baesweiler: Mit den Grünen unterwegs: Baesweilers Radwege verbesserungswürdig

Baesweiler: Mit den Grünen unterwegs: Baesweilers Radwege verbesserungswürdig

Von all dem, was die „Großen” lebhaft diskutierten, verstand Hannes noch nichts. Dass sie auch für ihn, den ein Jahr jungen Knirps unterwegs waren, wird ihm in zehn Jahren vielleicht mal sein Vater Markus erzählen.

Vater und Sohn Höppener gehörten zu den Teilnehmern einer Radtour, zu der die Bündnisgrünen Baesweilers eingeladen hatten.

Schwachstelle

Vor fünf Jahren ist Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat Rolf Beckers diese Strecke - vornehmlich zur „Beschau” von Land- und Bundesstraßen sowie Testens ihrer Fahrradtauglichkeit schon einmal abgeradelt. Beckers, einer der intensivsten Verfechter einer fahrradfreundlichen Stadt Baesweiler (und ihrer Umgebung), hatte seinerzeit eine bebilderte Broschüre angefertigt und alle „Schwachstellen” festgehalten.

Ob und was sich seitdem geändert hat, wollten die Grünen wissen. Nach drei Stunden durch und rund um Baesweiler stiegen sie vom Rad und sind sich einig: „Es ist viel zu wenig in den vergangenen fünf Jahren getan worden.”

Das werden die Grünen unter Federführung von Rolf Beckers dem zuständigen Landesbetrieb Straßenbau schriftlich zukommenlassen. Die Stadt nimmt Beckers ausdrücklich aus der Kritik heraus. „Der insgesamt schlechte Zustand der Radwege liegt in der Verantwortung des Landesbetriebes.”

So geißeln die Grünen unter anderem, dass es an der L240 zwischen Merkstein und Eschweiler überhaupt keinen Radweg gibt. „Da wird eine schöne Umgehungsstraße gebaut, aber alles andere beachtet man nicht.”

Der schlechte und ungepflegte Allgemeinzustand des Radweges an der L225 zwischen Beggendorf und Boscheln sei ebenfalls sehr auffällig - und ärgerlich für die Grünen. Innerstädtisch bemängelte die Gruppe die Situation für Radfahrer, die die B57 benutzen müssen. „Aus fahrradtechnischer Sicht ist sie nur Flickwerk”, drückt es Beckers aus. Dennoch hat man auch gesehen, dass „es die eine oder andere Verbesserung gegeben hat”.

Dazu zählt Rolf Beckers „die Brücke, die über die neue B56 führt.” Auch sporadisch vorgenommene Bordsteinabsenkungen finden Anerkennung bei den Testern. Ebenso die Abholzung des Schilderwaldes an der Settericher Schmiedstraße.

Rolf Beckers und seine Partei werden haben sich vorgenommen, „auch den Kreis Aachen, der sich gern als fahrradfreundlicher Kreis präsentiert, mit ins Boot zu nehmen”.