Würselen: Minister Ralf Jäger lobt die Stadt Würselen

Würselen: Minister Ralf Jäger lobt die Stadt Würselen

Zwischen zwei Terminen in Stolberg fand NRW-Innenminister Ralf Jäger auf Einladung der SPD-Fraktion, arrangiert von der Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt Küppers, noch Zeit für ein Gespräch über „Kommunale Finanzen in der Stärkungspakt-Kommune Würselen“.

Dafür bedankte sich SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Küppers herzlich, als er ihn im Rathaus am Morlaixplatz begrüßte, wo er sich ins Goldene Buch eintrug. Jäger lobte die vom Rat und Verwaltung unternommenen Anstrengungen zur Konsolidierung der Finanzen, die daran gegipfelt haben, dass mit Hilfe des Landes nach vielen Jahren wieder ein ausgeglichener Haushalt aufgelegt werden konnte.

Er sah gute Perspektiven, dass Würselen auch die weiteren Herausforderungen meistern werde. Jäger sagte zu, dass weitere Mittel zur Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen bereit gestellt werden. Was nicht zuletzt Balsam in den Ohren des Kämmerers Ludwig Bremen war.

„Alle Parteien haben hinter der Konsolidierung gestanden“, sagte Bürgermeister Arno Nelles. Die Finanzen der Stadt hätten sich katastrophal weiter entwickelt, wenn nicht die Notbremse gezogen worden wäre. Er bedankte sich bei allen Ehren- und auch Hauptamtlern, die über das normale Maß hinaus bei der Bewältigung des Flüchtlingsstroms Hand angelegt haben.

Dass nicht allein die Länder und die Kommunen dabei in der Pflicht stünden, sondern auch der Bund, mahnte der Bürgermeister an. Da es sich bei den Flüchtlingen meist um junge Menschen handele, biete sich durch sie eine große gesellschaftspolitische Chance zur Stopfung von „Löchern“ auf dem Arbeitsmarkt und damit zur Stabilisierung der Sozialversicherungssysteme.

Dass das Land NRW den Kommunen zugetan sei, erlebt Eva-Maria Voigt-Küppers aus zwei Perspektiven: als Würselener Bürgerin und als Landtagsabgeordnete. Sie begrüßte es, dass angesichts der vielen zu erwartenden Flüchtlingskinder 3500 neue Lehrerstellen bis Februar 2016 geschaffen werden. Dass der Stärkungspakt gut laufe, konstatierte der SPD-Fraktionsvorsitzende. Nun müsse man zügig an die Ursachen des Übels gehen: die Novellierung des Gemeindefinanzierungsgesetzes.

(ehg)