Alsdorf: Metalldiebe sorgen auf der Flucht für reichlich Schrott

Alsdorf: Metalldiebe sorgen auf der Flucht für reichlich Schrott

Sie tauchten am Sonntag gegen 18 Uhr am alten Güterbahnhof auf und meinten, sie hätten leichtes Spiel. Die vier Rumänen im Alter von 19 bis 28 Jahre steuerten ihren roten Transporter mit französischen Nummernschild zum Firmengelände von Franz Plum.

Der hat auf seiner weitläufigen Anlage am Rande des Annageländes jede Menge Schrott angehäuft, den er derzeit neu kramt, weil er Hallen errichten möchte.

An diesem Sonntag scheint alles ruhig zu sein. Die vier Eindringlinge wollen sich an die „Arbeit” machen und den Wagen hoch beladen - mit Altmetall, das sie dann verscherbeln möchten. Aber ihre Aktivitäten bleiben nicht unbemerkt. Die ertappten Diebe ergreifen die Flucht, wie Polizeisprecher Paul Kemen bestätigt. Die wilde Jagd geht über die Bundesstraße 57 Richtung Würselen. Auf Rot stehende Ampeln haben dabei keine Signalwirkung. Auf der Aachener Straße in der Düvelstadt endet die Flucht in der Nähe einer Tankstelle. Wahrscheinlich wegen überhöhter Geschwindigkeit verliert der Fahrer die Gewalt über den Wagen.

Ein geparktes Auto wird heftig deformiert. Kemen dementiert eine Verfolgungsjagd durch die Polizei. Die ist dennoch schnell am Ort des Geschehens. Gemeinsam mit aus Aachen herbeieilenden Kollegen werden die Vier in einem angrenzenden Wohngebiet dingfest gemacht. Kemen spricht hier von „einigem Gerangel”.

Seitdem sitzen die Langfinger in Untersuchungshaft, wegen Flucht- und Verdunklungsgefahr. Nicht alle haben einen festen Wohnsitz. Ob das von der Polizei in Säcken sichergestellte Altmetall dem Unternehmer Plum gehört, ist noch zu ermitteln, sagt Kemen.

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