Nordkreis: Menschen gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

Nordkreis: Menschen gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

Michael Thelen und Stephan Clemens, zwei Feuerwehrmänner aus Oidtweiler, haben den Kranz getragen, der den Kriegstoten zur Ehre in der Pfarrkirche St. Martinus niedergelegt wurde.

Wie an vielen Orten im Nordkreis, so gedachten auch die Menschen in Baesweiler bei der zentralen Gedenkfeier am Volkstrauertag denjenigen, die ihr Leben in Kriegen verloren.

Die beiden Oidtweiler Wehrleute haben wie viele andere die schrecklichen Zeiten der Weltkriege glücklicherweise nicht miterlebt. Aber es hat auch eine sinnbildliche Bedeutung, wenn jene, die seit Jahrzehnten in einem Land ohne Krieg leben, sich der Geschichte stellen. Bevor der Kranz am Ehrenmal in der Pfarrkirche niedergelegt wurde, feierten die Menschen das Hochamt, das von Pfarrer Ferdi Bruckes zelebriert wurde.

Der Kirchenchor St. Martinus, der festlich sein Patrozinium feierte, das Orchester Sinfonietta Regio, die Blaskapelle Oidtweile sowie die Freiwillige Feuerwehr gestalteten Messe und Kranzniederlegung mit.

Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens rief dazu auf, derer zu gedenken, „die im 20. Jahrhundert durch Krieg und Vertreibung sowie durch Gewalt und Gewaltherrschaft ihr Leben lassen mussten”. Man solle auch allen gedenken, „die wegen ihrer Überzeugung, Religion oder Rasse verfolgt, geschunden und ermordet wurden”. 1952 habe Bundespräsident Theodor Heuss gefordert: „Sorgt Ihr, die ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibe. Frieden zwischen den Menschen und zwischen den Völkern.”

Dazu der Erste Bürger Dr. Willi Linkens: „Wir kennen den Krieg und sein Leid nur aus Geschichtsbüchern oder aus Erzählungen unserer Eltern und Großeltern.” Es sei nun die Aufgabe aller, diese Erfahrungen weiterzugeben an die nächste Generation „und unsere ganze Kraft dafür einzusetzen, dass sich so etwas nie wiederholt”.

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