Alsdorf: Mensch-Hund-Teams bei der Bundessiegerprüfung in Topform

Alsdorf: Mensch-Hund-Teams bei der Bundessiegerprüfung in Topform

Freudiges Bellen war am Wochenende aus der „Glück-Auf-Arena“ in Ofden und um den Freizeitpark „Alsdorfer Weiher“ schon von Weitem zu hören. Dort fand die Bundessiegerprüfung des Deutschen Verbands der Gebrauchshundsportvereine im Turnierhundesport (DVG) statt. Ausrichter war erstmalig der Hundeverein Alsdorf-Wilhelmschacht-Busch.

Rund 270 Hundesportler aus ganz Deutschland gaben sich mit ihren Vierbeinern ein munteres Stelldichein. Sie waren mit Freunden und Familien im Wohnmobil beziehungsweise mit Wohnwagen oder Zelt angereist. Eins hatten alle Teilnehmer gemeinsam: Hund und Herrschen beziehungsweise Frauchen hatten sich auf den jeweiligen Landesmeisterschaften für die Bundesiegerprüfung qualifiziert — darunter auch 15 Mensch-Hund-Teams aus Alsdorf.

Sport mit dem Hund: Bei der DVG-Bundessiegerprüfung in Alsdorf sind die Teilnehmer in verschiedenen Disziplinen gefordert, so auch beim Gelände- und Hindernislauf. Nach dem Rennen tut natürlich eine Abkühlung gut. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Lauf durch das Broichbachtal

Sport mit dem Hund: Bei der DVG-Bundessiegerprüfung in Alsdorf sind die Teilnehmer in verschiedenen Disziplinen gefordert, so auch beim Gelände- und Hindernislauf. Nach dem Rennen tut natürlich eine Abkühlung gut. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

In drei temporeichen Disziplinen traten sie gegeneinander an: Dem Geländelauf über 2000 Meter oder 5000 Meter, dem Vierkampf und dem Combination Speed Cup (CSC). Gestartet wurde in verschiedenen Altersklassen. Vielfältig waren auch die Hunde: Vom Schäferhund über den Border-Collie, den Terrier und die Promenadenmischung war alles vertreten.

Gestartet wurde Samstagmorgen mit dem 5000-Meter-Geländelauf. Mensch und Tier mussten gemeinsam die Strecke durch das Broichbachtal möglichst schnell bewältigen. Anschließend starteten die Teams für den Zwei-Kilometer-Lauf. In der „Glück-Auf-Arena“ ging es mit den ersten Teilnehmern der Königsdisziplin des Turnierhundesports weiter: Dem Vierkampf, bestehend aus der Unterordnung, dem Hürdenlauf, dem Slalom und dem Hindernislauf.

Hier galt es, den Gehorsamsteil mit den Befehlen „Sitz“, „Platz“ und „Steh“ sowie „Laufschritt“ und „Langsamschritt“ zu bestehen. Ein Slalom über 80 Meter und ein Hindernislauf über 75 Meter musste absolviert werden. Beim Hürdenlauf mussten Mensch und Tier auf gleicher Höhe bleiben, dass heißt gleichzeitig über die Hürden springen oder laufen. Zur Belohnung gab es am Ziel Leckerchen und Schmuseeinheiten.

Richtig spannend wurde es am Nachmittag: Die Vorentscheidung für den CSC, eine Art Staffellauf bestehend aus drei Hund-Mensch-Teams stand an. Aus den Lautsprechern dröhnte dazu lautstark Musik. Und die Anfeuerungsrufe der Zuschauer überschlugen sich. Spannung und Stimmung pur beherrschte das Geschehen in der „Arena“. Die besten acht Mannschaften kamen weiter und durften am Sonntag im Finale des CSC noch mal ran. Zudem wurden am Abschlusstag weitere Vierkämpfe ausgetragen, bei denen es wieder hieß, unter den strengen Augen der Richter zu springen, zu rennen und gute Zeiten zu laufen.

Ohne die Vielzahl der fleißigen Helfer sei eine solche Meisterschaft nicht zu bewältigen, dankte Marianne Traut allen, die sich mit eingebracht hatten. Dabei strahlte die Vorsitzende des Hundevereins Alsdorf-Wilhelmschacht-Busch, die gemeinsam mit Stephan Heesel, Thomas Polster sowie Mike und Jenny Schwarz die Bundessiegerprüfung federführend organisierte, mit der Sonne um die Wette. Einige der Helfer gingen auch selbst an den Start wie beispielsweise Thomas Polster. Er startete mit dem Australien Shepherd Benji.

„Zu Hause ist eine Teilnahme noch mal etwas Besonderes“, sagte der Hundesportfreund, der bereits zum achten Mal bei einem solchen Entscheid mit von der Partie war. Christoph Classen kam vor vier Jahren zum Hundesport. Er hatte gerade mit seiner Freundin eine gemeinsame Wohnung bezogen und „ein Hund gehörte für uns beide dazu“. Über einen Bekannten seien sie wegen der Hundeschule an den Buscher Verein gekommen. An einer Bundessiegerprüfung nimmt er mit seinem Jagdhund-Mischling Mali zum zweiten Mal beim CSC teil. Classen betonte: „Es hat Riesenspaß gemacht, bei der Kulisse zu laufen.“

Stolz, dabei zu sein, war auch der 13-jährige Simon Mohr mit seinem Australien Shepherd Dusty. Für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Zuschauer war bestens gesorgt: Es gab Leckeres vom Grill, Eis sowie ein reichhaltiges Kuchenbuffet und natürlich viel zu Trinken an diesem heißen Wochenende. Natürlich war auch an die Hunde gedacht. Überall standen mit Wasser gefüllte Eimer und an einigen Stellen lagen Schläuche für eine kleine Abkühlung der Tiere bereit. Außerdem lockten Austeller und Verkaufsstände mit Produkten rund um den Hund.

(dag)
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