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Feuerwehreinsatz in Alsdorf: Mehrfamilienhaus nach Dachstuhlbrand unbewohnbar

Feuerwehreinsatz in Alsdorf : Mehrfamilienhaus nach Dachstuhlbrand unbewohnbar

Bei einem Großeinsatz wegen eines Feuers konnten die Einsatzkräfte das Übergreifen der Flammen auf ein Nachbarhaus verhindern. Drei Personen mussten vorsorglich ins Krankenhaus gebracht werden.

Massive Rauchentwicklung hüllte den Oidtweilerweg in Alsdorf streckenweise gänzlich ein und machte die Orientierung schwierig. Gegen 12.38 Uhr am Donnerstagmittag war die Feuerwehr zu einem Wohnungsbrand alarmiert worden. Drei Menschen wurden bei dem Feuer, das den Dachstuhl eines Hauses komplett zerstörte, leicht verletzt.

„Kurze Zeit nach Eintreffen der Kollegen ist auf ‚Feuer SOS‘ erhöht worden, dass heißt es wurde Vollalarm für die Alsdorfer Feuerwehr ausgegeben“, erklärte Wehrsprecher Andreas Wolf am frühen Donnerstagnachmittag. Der Dachstuhl des Mehrfamilienhauses brannte bereits in voller Ausdehnung als die Feuerwehr den Einsatzort erreichte und war kurze Zeit später vollständig ausgebrannt. Eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage habe die Löscharbeiten erschwert, erklärte Wolf. Zudem drohten die Flammen, auf eine benachbartes Mehrfamilienhaus überzugreifen. Das konnten die Einsatzkräfte, die über zwei Drehleitern und mit Angriffstrupps durch das Treppenhaus gegen das Feuer kämpften, jedoch verhindern.

Durch die Katastrophenwarnapp Nina wurde die Bevölkerung vor Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag durch den Brand gewarnt. „Gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden“, hieß es. Anwohner in der Umgebung wurden aufgefordert, sich sofort in geschlossene Räume zu begeben, Fenster und Türen zu schließen und Klima- sowie Lüftungsgeräte abzuschalten.

 Feuerwehreinsatz in Alsdorf: Im Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses am Oidtweilerweg brannte es.
Feuerwehreinsatz in Alsdorf: Im Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses am Oidtweilerweg brannte es. Foto: Medienhaus Aachen/Tom Vogel

Um kurz nach 14 Uhr kam dann die Meldung: Feuer aus, die Nachlöscharbeiten laufen. Um 14.22 Uhr folgte die Entwarnung in der Warnapp Nina.

Zwei Personen zogen sich auf ihrem Weg durch das verrauchte Treppenhaus leichte Rauchgasvergiftungen zu. Eine dritte Person hatte wegen des zunehmenden Brandrauches nicht über das Treppenhaus gerettet werden können, sodass die Einsatzkräfte sie vom ersten Obergeschoss aus über eine Drehleiter retteten. Alle drei wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser gebracht.

 Starke Rauchentwicklung hüllte den Oidtweilerweg in Alsdorf zeitweise ein und erschwerte die Orientierung.
Starke Rauchentwicklung hüllte den Oidtweilerweg in Alsdorf zeitweise ein und erschwerte die Orientierung. Foto: MHA/Thomas Vogel

Neben der Hauptwache waren alle Freiwilligen Löschzüge an dem Einsatz beteiligt, Hilfe war auch aus den Nachbarkommunen Baesweiler, Würselen und Herzogenrath angerückt. Auch Kreisbrandmeister Thomas Sprank war vor Ort, der Notarzt war mit dem Rettungshubschrauber an den Oidtweilerweg geflogen worden. Insgesamt waren 87 Kräfte im Einsatz.

Weder über Brandursache noch Schadenshöhe lagen am Donnerstag Informationen vor. Das Mehrfamilienhaus, in dem der Brand ausgebrochen ist, war zunächst unbewohnbar. Die Bewohner kamen anderweitig unter.