Maßnahmen im Zuge des Baus der L50n in Baesweiler

Bauarbeiten der L50n im Sommer : Kreisel, Gewerbefläche und Baugebiet in Baesweiler

Durchgangsverkehr, aber auch Baesweiler Bürger „auf Kurzstrecke“ werden sich im Sommer auf Verkehrsbeschränkungen im wichtigen Verkehrsknotenpunkt Ludwig-Erhard-Ring, Haupt-, Aachener Straße und Adenauerring einrichten müssen.

Rund acht Wochen lang, die großen Ferien eingeschlossen, wird dort im Zuge des Baus der Umgehungsstraße L 50n ein Kreisverkehr angelegt. Die Auswirkungen sollen so gering wie möglich gehalten werden, heißt es seitens der Stadt. Es geht wieder einmal um ein wichtiges Projekt der weiteren Stadtentwicklung.

Wie bereits vom Straßenbauträger, dem Landesdienst Straßen NRW gegenüber unserer Zeitung skizziert, hat die an der Kreuzung angesiedelte Baumschule bzw. der Gartenmarkt vertraglich Vorgaben für die Bauzeit vereinbart.

Umleitungen notwendig

Laut Ordnungsamtsleiter Pierre Froesch konzentrieren sich die Bauarbeiten für den Kreisverkehr auf Juli bis September. Es gehe nicht nur um die Wahrung berechtigter geschäftlicher Interessen, sondern auch um den Schülerverkehr, der möglichst wenig durch Sperrungen und Umleitungen beeinträchtigt werden soll, wie Froesch sagte.

Foto: grafik

Laut Tiefbauamtsleiter Arndt Bleimann hat der Kreisverkehr einen Durchmesser von 30 Metern. Diese Anlage soll in zwei Abschnitten angelegt werden, praktisch in zwei „Halbmonden“, die jeweils befahrbar sind, wobei die wechselseitige Befahrung durch Ampeln geregelt wird. Während auf diese Weise Aachener- und Hauptstraße durchlässig bleiben können, müssen leider L225 (Ludwig-Erhard-Ring) und Adenauerring im Kreuzungsbereich für eine Weile gesperrt werden. Der Verkehr soll durch ausgiebige Hinweise entsprechend umgeleitet werden.

Sponsoren gesucht

Natürlich soll der Kern des Kreisverkehrs wie bei den bereits existierenden Kreisverkehren im Stadtgebiet begrünt und mit einem Kunstwerk (Skulptur) verschönert werden. Üblicherweise wird dies dankenswerter Weise von Sponsoren geleistet, sagt der Bürgermeister. Bei dem geplanten Kreisel wird ebenso auf Hilfe von Firmen gesetzt. Interessierte sollten sich bitte an Linkens wenden.

Die vorübergehende Sperrung des betroffenen Teilstücks des Ludwig-Erhard-Rings soll dazu genutzt werden, um zeitgleich die Erschließung der Erweiterung des Gewerbegebietes anzulegen, wie Tiefbauamtsleiter Bleimann erläuterte. Hier geht es um insgesamt 9,2 Hektar „Bruttofläche“, von denen sieben Hektar für Gewerbeansiedlung direkt genutzt werden können, wie die Technische Dezernentin Iris Tomczak-Pestel sagt.

Die Fläche „schmiegt“ an das bestehende Gewerbegebiet gegenüber der Thomas-Edison-Straße an. „Am Forstpfädchen“ sollen ortsansässige Firmen Platz finden, beispielsweise Firmen, denen es aufgrund ihrer positiven Entwicklung im Internationalen Technologie- und Service-Center Baesweiler (its) zu eng wird und die eigene Gebäude benötigen.

Sie stellten die Vorgehensweise beim Bau des neuen Kreisverkehrs vor :(v.l.) Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens (CDU), Technische Dezernentin Iris Tomczak-Pestel, der Leiter des Ordnungsamts, Pierre Froesch, und der Leiter des Tiefbauamts, Arndt Bleimann. Foto: Karl Stüber

Aber natürlich sind immer auch Unternehmen von außerhalb willkommen, so Linkens. „Wir wollen ja die Zahl von mittlerweile 4200 Arbeitsplätzen weiter nach oben schrauben.“

Und wenn schon mal die Bagger rollen: Auch das Areal des Bebauungsplans 92 wird erschlossen. Am Adenauerring sollen weitere 15 bis 18 Doppelhaushälften je nach Grundstückszuschnitt von privater Hand im Anschluss an die bestehende Bebauung entstehen, wie Bürgermeister Linkens sagt.

Die Arbeiten starten voraussichtlich nächste Woche, wenn alles rechtskräftig ist. Die Erschließung erfolgt über eine Stichstraße, die in einen Wendehammer endet. Neben der Baustraße sollen Kanäle und Versorgungsleitungen verlegt werden.

Wird in absehbarer Zeit auch die derzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche zwischen der sich jetzt im Bau befindlichen L 50n und und der Bebauung am Adenauerring in Bauland umgewandelt? Ein verlockender Gedanke? Dies sei nicht geplant, wie Bürgermeister Linkens sagt, zumal dort zwei Aussiedlerhöfe bewirtschaftet werden.