Alsdorf: Maßnahmen gegen Entenfüttern: Notfalls gibt es Betretungsverbot

Alsdorf: Maßnahmen gegen Entenfüttern: Notfalls gibt es Betretungsverbot

Einfache Hinweisschilder, die auf die Gefährlichkeit des Fütterns mit Essensresten hinweisen, reichen offenbar nicht aus. Jetzt sollen die „Hilfeschreie“ der gefährdeten Tiere im Freizeitgelände über eine Plakataktion verdeutlicht werden.

Mit Plakaten, die zeigen, was passiert, wenn Wasservögel durch falsch verstandene Tierliebe und unsachgemäße Fütterung verenden, möchte der Tierparkverein nun auf die Situation aufmerksam machen. Bei der jüngsten Erkrankungswelle seien mindestens zehn Enten und vier wunderschöne Trauerschwäne gestorben, berichtet Alfred Sonders, Bürgermeister und Tierparkvereins-Vorsitzender. „Das wäre vermeidbar gewesen“, ärgert er sich.

Hier noch einmal die Problematik: Trotz aller Verbote werden Tiere im Naherholungsgebiet am Alsdorfer Weiher immer wieder mit Brot, das im Magen der Vögel aufquillt, teilweise sogar verschimmelt, sowie Popcorn, Nudeln und anderem gefüttert. Dies ist aber kein artgerechtes Futter, schadet den Tieren sehr, und viele sterben qualvoll.

Im Tierpark ist das Füttern der Tiere in den Gehegen mit artgerechtem Tierfutter erlaubt. Dieses Futter kann an Automaten gezogen werden. Ansonsten werden die Tiere durch das Tierpark-Team um Chef Stefan Heffels bestens versorgt. Die Besucher werden deshalb dringend gebeten, auf das Mitbringen von Futter grundsätzlich zu verzichten.

Auch die frei laufenden Wildtiere in den umliegenden Bereichen benötigen kein Futter. Zudem führe dies zu einer Überpopulation einzelner Arten, führt Alfred Sonders aus. „Ein Tierfreund, der meint mit der Fütterung etwas Gutes zu tun, sollte sich überlegen, was er tut“, appelliert er an den Verstand der Besucher. „Bitte lasst dieses Füttern sein“, fordert er auf. „Hier gibt es genügend Ernährungsmöglichkeiten für die Tiere. Und wenn Wildtiere nicht mehr ausreichend Futter vorfinden, ziehen sie weiter und suchen sich andere Möglichkeiten.“

Der Tierparkverein hofft nun, auf plakative Weise auch Besucher zu erreichen, die des Lesens nicht mächtig zu sein scheinen. Es wird erwogen, bei Verstoß gegen das Fütterungsverbot seitens der Tierpark-Leitung ein Betretungsverbot auszusprechen.

(dag)