Würselen: Maskentheater öffnet Kindern die Augen für die Körpersprache

Würselen: Maskentheater öffnet Kindern die Augen für die Körpersprache

„Seid Ihr enttäuscht? Oder freut Ihr Euch? Seid Ihr traurig, wütend oder ist es Euch egal, dass Ihr zurückgeschickt werdet?“ Marianne Cornil vom „Theatre Fragile“ stand vor der Bühne im Alten Rathaus und erarbeitete mit 15 Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren, wie wichtig Körpersprache ist.

Die Gefühle waren weder über die Mimik, noch über die Sprache auszudrücken, weil die Gesichter der Kinder hinter Masken versteckt waren. Dabei waren die Gefühle bei diesem Spiel wichtig. Ein Kind saß am Rand der Bühne, mit dem Rücken zu den restlichen Kindern. Diese Kinder wollten zu eben diesem Kind vordringen.

Wer es erreicht hätte, wäre Sieger geworden. Aber das Kind vorne drehte sich immer wieder um, um die Kinder, die ihr schon am nächsten waren, wieder wegzuschicken. „Das hat so viel Spaß gemacht“, urteilte Jil (8) nach vier Stunden Training, das im Zug der Theaterstarter angeboten worden war. Das Training hatte Verständnis für die eigene Körpersprache aufgebaut, um jeden einzelnen zu sensibilisieren und um auf den Kommunikationspartner eingehen zu können.

Das war ganz schön schwierig ohne Sprache, was Philipp (10) auch so benannte. „Die Regeln mit der Maske waren doof“, urteilte der Schüler. Marianne Cornil entgegnete: „Wenn die Maske, deren Mund sich nicht bewegt, geredet hätte, wäre das sehr komisch gewesen.“ Komisch war das Training nicht. Am Ende hatten alle Kinder die Maske angenommen, konnten sich auf den Augenblick einlassen und fanden ihre Möglichkeiten, so dass alle Betrachter verstanden, ob sie traurig waren oder sich freuten.