AfD-Kandidat: Markus Matzerath tritt zur Wahl des Städteregionsrats an

AfD-Kandidat : Markus Matzerath tritt zur Wahl des Städteregionsrats an

Für den Bundestag hat er als Vertreter der AfD im vergangenen Jahr kandidiert, jetzt tritt er bei der Wahl zum Städteregionsrat am 4. November an: Markus Matzerath aus Alsdorf. Seit 2014 ist der heute 47-Jährige dort Mitglied des Stadtrats.

15 Jahre lang war er in der SPD, trat dann aber aus Verärgerung über einen erneuten Milliardenkredit der EU für Griechenland 2013 aus der Partei aus und fand zur AfD, die wie er den Standpunkt vertritt: „Keine Haftung für die Schulden anderer Länder.“ Die SPD habe aus seiner Sicht nicht genügend dagegen getan.

Die Finanzen sind für Matzerath auch ein zentrales Thema in der Städteregion. Er will sich für die finanzielle Entlastung der Bürger einsetzen. „Die Grundsteuer muss gesenkt werden, um Hauseigentümer und Mieter gleichermaßen zu entlasten sowie jungen Familien den Traum vom Eigenheim zu ermöglichen“, sagt er mit Blick auf die schon öfter gestiegene Städteregionsumlage, wegen der die angehörigen Kommunen zunehmend unter Druck gerieten. Dabei sei genug Geld vorhanden, werde aber nur „falsch ausgegeben“, etwa für eine aus seiner AfD-Sicht verfehlte Asylpolitik. „In der Städteregion leben rund 5000 Ausländer, die zwar ausreisepflichtig sind, aber dauerhaft von den Kommunen geduldet werden. Diese Kettenduldungen müssen beendet werden. Wer kein Bleiberecht in Deutschland hat, muss abgeschoben werden“, fordert Matzerath, der seit 28 Jahren Polizeibeamter ist.

Seit 2001 arbeitet er nicht mehr im Streifendienst, sondern in der Leitstelle der Bundespolizei. Die kommunalen Haushalte würden „durch Geduldete unverhältnismäßig stark belastet“. Und der Polizist geht noch einen Schritt weiter: „Nur eine rechtsstaatliche Migrationspolitik auch in der Städteregion schützt unsere Gesellschaft vor importierter Gewalt und Kriminalität.“

Sicherheit an öffentlichen Plätzen und im Öffentlichen Personennahverkehr ist ihm ein weiteres wichtiges Themenfeld. „Die Kommunen in der Städteregion müssen mehr Präsenzstreifen in diesen Bereichen durchführen“, fordert er.

Eine notwendige Aufstockung der Zahl von Polizeibeamten – die Ausbildung dauere mindestens drei Jahre – müsse unbedingt durch mehr Personal in den kommunalen Ordnungsämtern schnell ergänzt werden.

Der Erhalt des Braunkohletagebaus steht für Matzerath außer Frage. „Eine Schließung würde langfristig über 150.000 Arbeitsplätze und die dahinter stehenden Familien bedrohen“, meint er.

„In der Städteregion muss die Senioren- und Altenpflege verbessert werden“, betont der Familienvater (drei Kinder) und „junge Opa“ von zwei Enkelkindern. „Deshalb engagiere ich mich für die Zukunft meiner Familie in einer sicheren Heimat“, benennt er seine Motivation für die Kandidatur zum Städteregionsrat.

(-ks-)
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