Informations- und Beratungsangebote: „Markt der Möglichkeiten“ wie immer ein voller Erfolg

Informations- und Beratungsangebote : „Markt der Möglichkeiten“ wie immer ein voller Erfolg

Über 40 Akteure und Institutionen hatten sich auf dem Merksteiner August-Schmidt-Platz getroffen, um sich gemeinsam dem „Quartier“ zu präsentieren. Die insgesamt dritte Ausgabe des „Markts der Möglichkeiten“ bündelte Informations- und Beratungsangebote von Wohlfahrts- und Ortsverbänden, kirchlichen Gruppen und politischen Gremien. Die Reaktion auf den Aufruf des Koordinationsbüros „Rund ums Alter“ der Stadt Herzogenrath sowie des AWO-Quartiersbüros „Mitten in Merkstein“ war enorm.

Seit 2015 ist Ursula Kreutz-Kullmann von der AWO-Quartiersentwicklung in ihrem Büro in der Kirchratherstraße zuständig für alle Fragen, die die gemeinschaftliche Weiterentwicklung des Stadtteils betreffen. Schon bei ihrer Vorstellung hatte sie einst deutlich gezeigt, wo der Weg hinführt: „Ich bin nicht hierhin gekommen und ziehe das Ehrenamt ab. Wir möchten, dass sich alle Institutionen bestmöglich präsentieren können.“ Dass der August-Schmidt-Platz seit geraumer Zeit unter fehlender Auslastung leidet, wurde in diesem Falle zu einem Vorteil.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Mit dem „Markt der Möglichkeiten“ konnten in der Vergangenheit sowie bei der aktuellen Ausgabe die berühmten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Liegt die grüne Oase im Herzen von Merkstein an anderen Wochennachmittagen eher verträumt dar, so platzte er jetzt förmlich aus allen Nähten. Von Ständen der politischen Fraktionen, über Vertretungen der „Merksteiner Serientäter“ wie den Naturfreunden, dem Gebrauchtwarenkaufhaus „Patchwork“ oder dem Bergbaudenkmal „Grube Adolf“ e.V. bis hin zu den musikalischen Gästen des Chors „AfterEight“ oder dem Projektchor „Singsalasing“ war den Besuchern über vier Stunden lang die gesamte Palette des Merksteiner Lebens geboten.

Kerstin Harings vom Koordinationsbüros „Rund ums Alter“, Eröffnungsredner Hans-Peter Göbbels (Vorsitzender des AWO-Kreisverbandes Aachen Land) und Kreutz-Kullmann freuten sich, dass nach den Wetterkapriolen im vergangenen Jahr das Fest wieder einmal an der Kapazitätsgrenze des Platzes schrammte. Hüpfburgen, Gesangsdarbietungen oder auch spontane Tanzaufführungen einzelner Mitglieder der Showtanzgruppe TSC Herzogenrath-Merkstein zum Beispiel begeisterten Jung und Alt zwischen den Hauptprogrammpunkten.

Zum Mitsingen animiert

Der Projektchor „Singsalasing“ eröffnete das bunte Treiben bei strahlendem Sonnenschein mit fröhlichen Stücken, die zum Mitsingen anregten. Göbbels lobte in seiner Begrüßung „die Vielfalt von Engagementfeldern im Stadtteil“. Es sei absolut vorbildhaft, wie sich die einzelnen Akteure, aber auch die Gemeinschaft als solche für eine gute Lebensqualität in Merkstein einsetzen. Darüber hinaus hat das Deutsche Hilfswerk für weitere zwei Jahre bis Januar 2020 die Förderung zur Umsetzung der Quartiersentwicklung bewilligt. Ein „Markt der Möglichkeiten 2019“ ist demnach sicher.

Zwei spannende Vorträge zogen die Massen in Richtung Zentrum des Platzes. Karl Heidlas, ehrenamtlicher Seniorensicherheitsberater, gab einen aufschlussreichen wie kurzweiligen Überblick über das Thema „Sicherheit auf öffentlichen Plätzen.“ Nicole Kasper-Kuklik hatte es unter dem Titel „Mit Bewegung das Gehirn fit machen“ gleichermaßen auf Kopf, Beine und Arme abgesehen.

Ob nun gemütliches Flanieren oder intensiver Informationsaustausch mit den Experten — der Markt der Möglichkeiten hatte jedem seiner Besucher etwas zu bieten und stand stellvertretend für das hohe Angebot an Lebensqualität in Merkstein.

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