Herzogenrath: Marco Arena: „Preis wird den Menschen in Peru helfen”

Herzogenrath: Marco Arena: „Preis wird den Menschen in Peru helfen”

„Ich dachte, er ist vielleicht schwarz. Ich habe ihn mir größer vorgestellt. Jemand, so ähnlich, wie der Papst.” Unter einem Friedenspreisträger können sich die Drittklässler der katholischen Grundschule Straß nicht so richtig etwas vorstellen. Als er dann kommt, ist Padre Marco Arana Zegarra, der im September den Aachener Friedenspreis bekommt, ganz anders.

Ein freundlicher, einfacher Mann, der nicht einmal wie ein typischer Priester gekleidet ist. Da Klerikern Parteipolitik verboten ist, wurde er vor kurzem vom Priesteramt suspendiert.

Padre Arana, den der Peru-Arbeitskreis der Pfarre St. Josef Straß für den renommierten Preis vorgeschlagen hat, ist zu Gast in Deutschland, wo er unter anderem am „Deutsche Welle Global Media Forum” zum Thema Umweltschutz in Bonn teilgenommen hat. Gerne hat er die Gelegenheit genutzt, kurzfristig bei den Strasser Freunden vorbeizuschauen. Neben den Grundschülern besucht er noch gemeinsam mit Gemeindereferent Wilfried Hammers das Gebrauchtwarenkaufhaus „Patchwork” und das Projekt „Tellerrand” und wird im Rathaus empfangen.

Zunächst geht es jedoch in die 3b, die sich mit Lehrerin Martina Rodermond auf den besonderen Gast vorbereitet hat und ihn mit Fragen löchert. Sie wollen ganz viel über Peru wissen, wie das Land aussieht und wie groß es ist. „Deutschland passt dreimal hinein.” Kurze Stille, das ist ziemlich groß.

Aber auch private Dinge fragen sie ihn, wie alt er ist, ob er Geschwister hat, Haustiere? Geduldig antwortet er, erzählt ihnen, dass er 1962 geboren ist (und lässt sie rechnen), dass er drei Geschwister hat und selbst keine Haustiere, aber sein Bruder habe zwei Alpakas. „Wie Lamas, nur dicker”, erklärt Juan Josi, der früher bei Misereor gearbeitet hat und als Dolmetscher mit dabei ist.

Begleitet werden sie von Karl-Heinz Otten, dem Vorsitzenden des Aachener Friedenspreises. Der kann den Kindern dann auch etwas über den Preis erzählen und warum gerade Marco Arana ihn bekommt. „Wir suchen Leute aus, die sich um den Frieden bemühen, keine bekannten Politiker, sondern Leute die bei den Menschen arbeiten und sich um sie und ihre Probleme kümmern.” Genau das mache Marco Arana.

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