Herzogenrath: Manege frei für den Circus Soluna auf dem Abenteuerspielplatz

Herzogenrath: Manege frei für den Circus Soluna auf dem Abenteuerspielplatz

Ein wenig aufgeregt sind die Clowns vor ihrem großen Auftritt mit Sicherheit. In wenigen Augenblicken heißt es für die Mädchen und Jungen „Manege frei!“ im Circus Soluna. So wie die lustigen Clowns, die mit ihrer Flaschen-Nummer zum Auftakt für jede Menge Vergnügen im Zirkusrund sorgen, sind alle 50 Kinder total begeistert vom Zirkusprojekt der Jugendämter Alsdorf und Herzogenrath, der Pflegekinderdienste und Erziehungsstellenberatungen.

Gegenüber dem Abenteuerspielplatz an der Bergerstraße wurde das große gelbe Zelt aufgeschlagen. Das Angebot richtete sich an Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 17 Jahren aus Pflegefamilien und Erziehungsstellen, zum Teil mit Entwicklungsverzögerungen oder leichten Behinderungen. Für diese Kinder bedeutete es eine große Abwechslung von ihrem nicht ganz so leichten Alltag.

„Einmal Zirkusluft zu schnuppern, sich völlig neu zu erfahren, das stärkt das Selbstbewusstsein dieser Kinder, tut ihnen einfach gut“, ist Markus Eßer vom Jugendamt Alsdorf zufrieden.

Die große, rund einstündige Aufführung am letzten Tag ist nach einer Ferienwoche der krönende Abschluss des Projekts. „Solch eine Zirkusaufführung ist eine Premiere für uns. Die Kinder hatten jede Menge Spaß, konnten ohne Vorkenntnisse mit Hilfe der Zirkusprofis vom Circus Soluna und jugendlichen Betreuern schnell einzelne Nummern einstudieren. Dabei konnten sie ihre Grenzen erfahren, aber auch Talente entdecken“, erzählt Michael Redlich vom Jugendamt Herzogenrath.

Völlig neue Welt entdeckt

Motorische Fähigkeiten und vor allem das Verhalten in der Gruppe übten die Kinder bei den 90-minütigen Workshops im Laufe der Woche noch ganz nebenbei ein. Im Vordergrund standen natürlich Akrobatik und die Kunst, das Publikum zum Lachen zu bringen. „Die Kinder konnten eine völlig neue Welt für sich entdecken“, fasst Eßer zusammen. 20 flotte Zirkusnummern sind das sehenswerte, kurzweilige Ergebnis.

Was man mit Blumenstäben alles für kunstvolle Tricks zeigen kann, präsentierte die achtjährige Cindy aus Alsdorf. Bis zur letzten Minute hatte sie noch fleißig geübt. Die zehnjährige Mariella aus Herzogenrath versuchte sich sogar als Fakir. „Und da ist wirklich Feuer im Spiel“, sagt sie stolz. Im Publikum freuen sich Eltern, Geschwister, Freunde und Vertreter der beiden Städte, unter ihnen Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders und Birgit Froese-Kindermann, Erste Beigeordnete der Stadt Herzogenrath.