Alsdorf: Mai-Klassik-Festival: „Den Swing in der Klassik finden“

Alsdorf: Mai-Klassik-Festival: „Den Swing in der Klassik finden“

Dem zuweilen eher staubigen Image der Klassikmusik Rechnung tragen, das möchte keiner der Beteiligten. Im Gegenteil: Wie auch schon bei den vergangenen Ausgaben der Veranstaltung geht es Hans-Christian Schweiker darum, dass das Publikum die Emotionalität der Musik entdeckt.

Die Rede ist vom diesjährigen Mai-Klassik-Festival, das von Freitag, 12. Mai, bis Sonntag, 14. Mai, im Energeticon in Alsdorf veranstaltet wird. Der Anspruch an die Veranstaltung und an die Musiker ist nicht weniger gering als in den vergangenen Jahren auch. „Wer mich musikalisch nicht emotional berührt, wird hier auch nicht spielen“, sagt Schweiker, Intendant des Festivals.

Die sorgfältige Auswahl der Musiker sowie der Stücke und auch das Ambiente des Fördermaschinenhauses sind anscheinend zum Erfolgsgaranten für die Veranstaltung geworden. Es ist die siebte Ausgabe der Mai-Klassik und Peter Steingass vom Stadtmarketing Alsdorf findet: „Das Festival hat inzwischen einen hohen Stellenwert in Alsdorf und zieht Besucher aus der ganzen Region an.“

Auch die Besucherzahlen können sich durchaus sehen lassen: Pro Festival seien in den vergangenen Jahren rund 900 Menschen gekommen, sagt Harald Richter, Geschäftsführer der Energeticon gGmbH und Veranstalter des Festivals. „Es geht darum, den ‚Swing‘ in der Klassik zu finden“, meint er und bringt es damit wohl ganz gut auf den Punkt.

Über die Gestaltung der drei Konzerttage habe er gründlich nachgedacht, sagt Schweiker. Sicherlich ein besonderer Höhepunkt: In diesem Jahr möchte er das Oktett „Vom Ende der Zeit“ aufführen. Ein einziges Stück, das sich über 50 Minuten erstreckt. Bisher habe er immer damit gehadert, ob er es aufführen soll oder nicht. Jetzt erscheint es ihm — auch in Anbetracht der politischen Situation — angebracht.

Spielen werden sowohl bekannte Gesichter der Mai-Klassik als auch Musiker, die zum ersten Mal dabei sind. Auftreten werden neben Hans-Christian Schweiker selbst seine Ehefrau Hyun Jung Kim-Schweiker, die am Piano spielt, Violinist Sebastian Hamann, Klarinettist Martin Spangenberg, Violinistin Franziska Hölscher, Violinist Stephan Picard, Violist Roland Glassl und Detmar Kurig, der Kontrabass spielt.

Auf dem Programm stehen am Freitag Werke von Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms und Antonin Dvorak. Am Samstag werden Stücke von Beethoven, Robert Schumann, Dimitri Shostakovich und Olivier Messiaen gespielt. Am Sonntag stehen Kompositionen von Claude Debussy, Carl Maria von Weber und Edward Elgar auf dem Programm.

Besonders froh ist Veranstalter Richter darüber, dass das Programm von Innogy SE und der Sparkasse Aachen unterstützt wird und die Karten dadurch vergleichsweise günstig angeboten werden können. Die EWV GmbH beteiligt sich an der Finanzierung der Werbung.

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