Luisenbad Alsdorf: Noch keine Entscheidung über Sanierung

Fehlende Gutachten : Noch keine Entscheidung über Sanierung des Luisenbads

Seit etwa zwei Jahren ist bekannt, dass im Hallenbad an der Luisenstraße eine Sanierung ansteht. „Wir befinden uns auf einer langen Zielgerade“, sagt Manfred Schmidt, Leiter des Referats Jugend, Schulen und Sport.

Unklar ist derweil, was genau erneuert werden muss, beziehungsweise in welchem Umfang. Letzterer sei noch nicht in Gänze abzusehen, weil Untersuchungsergebnisse fehlen.

Zuletzt hatten wir vor ziemlich genau einem Jahr an dieser Stelle über den Stand der Sanierung berichtet. Bereits damals hatten Untersuchungsergebnisse bezüglich des Zustandes der Betonbauten ausgestanden. Die Situation stellt sich nach aktuellem Stand ähnlich dar.

„Hochtechnische Anlage“

Material und Technik müssen offenbar noch genauer unter die Lupe genommen werden. „Wir sind von den begutachtenden Unternehmen abhängig. Die kommen, wenn sie können“, erklärt Schmidt. Das verzögere sich aufgrund des Baubooms, da brauche auch eine Stadt viel Geduld. Hinzu komme, dass es sich um einen Spezialbau handelt, für die es Sachverständige nicht in der Zahl wie für reguläre Bauten gebe. „Ein Hallenbad ist eben kein Badezimmer, sondern eine hochtechnische Anlage.“

Seit etwa zwei Jahren ist klar, dass Maßnahmen zum Erhalt und zur Erneuerung des Bades nötig sind. Foto: Thomas Vogel

Das Bad war in den 60er Jahren gebaut, Ende der 90er Jahre bereits einmal saniert worden. Mitte vergangenen Jahres war es wegen notwendiger Wartungs- und Reparaturarbeiten für mehrere Wochen geschlossen worden.

In der kommenden Sitzung des Stadtrats wird das Luisenbad voraussichtlich ebenfalls Thema sein. Franz Brandt, Fraktionsvorsitzender der Alsdorfer CDU, hat eine Anfrage gestellt, nachdem Beschwerden bezüglich des Schwimmbades an die CDU herangetragen worden sind. Zum einen, weil die erweiterte Öffnungszeit am Samstag von 12 bis 15 Uhr nur sehr wenig genutzt werde. Zum anderen, weil es offenbar häufiger vorgekommen ist, dass die Wassertemperatur an sogenannten „Warmwasser-Tagen“ nicht so hoch war, wie angekündigt. Zu diesen Terminen soll das Wasser laut Auskunft der städtischen Website bis zu 31,5 Grad Celsius warm sein. In der Anfrage für die Ratssitzung schreibt Brandt: „Insbesondere aber halten wir es für ein Unding, dass trotz der mangelnden Leistung das für Warmwasser-Tage höhere Eintrittsgeld verlangt wird.“

Warum das Wasser an den Warmwasser-Tagen manchmal nicht die angepeilte Temperatur erreicht, erklärt Schmidt mit den Außentemperaturen. Im Winter komme das Wasser kälter aus der Leitung, und da schaffe es die Anlage nicht immer, das Wasser aufs Warmwasser-Tag-Niveau zu erhitzen. Dass trotz mangelnder Leistung der höhere Eintrittspreis verlangt werde (5 Euro für Erwachsene statt 4 Euro, für Kinder 3 Euro statt 2,50 Euro), verneint Schmidt. Wird die entsprechende Temperatur nicht erreicht, werde auch nicht der höhere Preis verlangt.

Nach aktuellem Stand sollen die politischen Entscheidungsträger im Frühjahr alle nötigen Informationen erhalten, um noch vor den Sommerferien über die Sanierung des Luisenbades entscheiden zu können.

Mehr von Aachener Zeitung