Alsdorf: Linke in Alsdorf verliert den Fraktionsstatus

Alsdorf: Linke in Alsdorf verliert den Fraktionsstatus

„Ich stehe mit der Partei jetzt alleine da. Leicht wird das wohl nicht.” Wie er seine künftige Arbeit als Stadtverordneter der Partei Die Linke in Alsdorf gestalten wird, weiß Hartmut Knippschild noch nicht.

Denn fest steht, dass seine Partei nach dem Austritt von Metin Sak keinen Fraktionsstatus mehr hat. Mindestens zwei Mandatsträger sind dazu nötig, „doch ich bin ja jetzt nur noch ein Ein-Mann-Betrieb”, sagt Knippschild. Denn Metin Sak möchte nach seinem Austritt aus Partei und Fraktion sein Ratsmandat als unabhängiger Einzelvertreter behalten.

Die Folge: Das Fraktionszimmer im Rathaus wird Knippschild nun räumen müssen. Ebenso entfallen laut Auskunft von Josef Jordans, Fachgebietsleiter des Büros des Rates, Aufwandsentschädigungen und der Anspruch auf Geschäftsführungskosten.

Knippschild: „Meine Arbeit werde ich also zu Hause von meinem Schreibtisch aus erledigen müssen.” Die Ratsarbeit „unter erschwerten Bedingungen” wolle er dennoch anpacken und verweist auf Eschweiler und Monschau, wo Parteikollegen in ähnlicher Situation aktiv seien.

Den Schritt von Metin Sak, der lediglich „politische Differenzen” für seine Entscheidung angab, bedauert Knippschild: „Ich hatte versucht, ihm eine Tür offen zu halten.”

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