Alsdorf: LED-Technik rückt Energeticon ins rechte Licht

Alsdorf: LED-Technik rückt Energeticon ins rechte Licht

Ein Dokumentationszentrum für Energieformen ohne vernünftige Außenbeleuchtung wäre ein Widerspruch in sich. Zudem geht es um die Gewährleistung der Verkehrssicherheit bei Veranstaltungen auch in dunklen Phasen eines Tagesablaufs und dem nicht zu unterschätzenden Sicherheitsempfinden und -bedürfnis von Besuchern.

Das betont auch Harald Richter, Geschäftsführer der Energeticon gGmbH, die besagtes Zentrum an der Konrad-Adenauer-Allee aufbaut und nach Fertigstellung ab September betreiben wird.

Mit Unterstützung von RWE Deutschland, für die sich Richter herzlich bedankte, hat nun die Stadt Alsdorf Anschaffung und Installation von 30 LED-Wegeleuchten ermöglicht. Der Energiekonzern steuert aus seinem KEK-Programm (Kommunales Energie Konzept) erheblich Mittel zu. Der RWE-Leiter Westliches Rheinland, Hans Fabelje, wollte keine konkrete Summe nennen, sprach aber von einem sechsstelligen Betrag.

Rund 440 Meter Gräben mussten für die Verlegung der Leitungen ausgehoben werden. Da ist das Öffnen von Überraschungseiern ungleich angenehmer. Immer wieder wurden die Arbeiten durch Relikte aus der Zeit des Steinkohlenbergbaus erschwert. Immer wieder kam ein Kleinbagger mit Pickhammer zum Einsatz, um Altfundamente zu zerkleinern.

Die Wegeleuchten haben aber nicht nur die Dunkelheit zu durchbrechen, sondern haben auch Leit- und Orientierungsfunktionen, wie Richter erläuterte. Sie illuminieren die Wege, die derzeit angelegt werden und durch den Außenbereich des Dokumentationszentrums und die einmal dort positionierten Exponate führen. Zudem kann der abendliche Besucher mit einem Blick die Verbindungswege etwa zwischen Maschinenhalle und alter Schmiede erkennen. Besonderer Clou ist, dass die Leuchten gedimmt werden können, um Abendveranstaltungen, etwa Konzerte im Außenbereich, in stimmungsvollem Licht zu halten.

Zum Einsatz kommt der Lampentyp Profilight 430, wie auch schon im Alsdorfer Stadtgebiet, wie RWE-Mann Fabelje erläuterte. Der Anschlusswert beträgt jeweils 34 Watt, die Lichtausbeute reicht für einen Umkreis von jeweils 20 Metern. 60 000 Stunden und länger funktionieren diese LED-Lampen. Die Gesamtmaßnahme wurde von Netzexperten der EWV GmbH Stolberg geplant und umgesetzt. In einem Zuge wurden zudem auch sogenannte Versorgungspoller übers Gelände verteilt und installiert. Dort gibt es die Möglichkeit, zusätzlich „Inszenierungslicht“ anzuschließen, eben für Veranstaltungen und ganz spezielle Effekte.

(-ks-)
Mehr von Aachener Zeitung