Alsdorf: Kubiz-Langhaus in Alsdorf wird pünktlich fertig

Alsdorf : Kubiz-Langhaus in Alsdorf wird pünktlich fertig

„Gut im Zeitplan“ lautet wohl die wichtigste Botschaft bei der Begehung des Kubiz-Langhauses mit Kathrin Koppe, Technische Geschäftsführerin der GSG Grund- und Stadtentwicklung (der Bauherrin also). Spätestens im Juli kann die Übergabe erfolgen, dann kann in den Sommerferien geputzt und das Mobiliar gerückt werden — fertig.

Der Teil, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Neubau befindet, wird schon genutzt, Großbaustelle herrscht dagegen noch in dem langen Teil C, wo das Forum und die Stadtteilküche eingerichtet werden.

Das Forum (der Einbau im Hintergrund) hat bereits seine Außenhaut aus weißen Aluminium-Verbundplatten erhalten (links). Das äußere Erscheinungsbild des Langhauses (rechts) entspricht nun schon fast dem angestrebten finalen Zustand. Foto: Verena Müller

Zur Erinnerung: Hier kam es unter anderem aufgrund von statisch unvorhergesehenen Problemen im Untergrund zu erheblichen Verzögerungen, so dass das ehemals als Kraftzentrale genutzte Bergbaudenkmal erst ein ganzes Jahr später komplett in Gebrauch genommen werden kann als der Neubau.

Das Forum (der Einbau im Hintergrund) hat bereits seine Außenhaut aus weißen Aluminium-Verbundplatten erhalten (links). Das äußere Erscheinungsbild des Langhauses (rechts) entspricht nun schon fast dem angestrebten finalen Zustand. Foto: Verena Müller

10000 Fensterglasplättchen

Insgesamt, an beiden Gebäuden, waren mehr als 40 Firmen im Einsatz, inzwischen wird ein Baucontainer nach dem anderen abgeholt. Nächste Woche soll das Gerüst an der Außenwand komplett verschwunden sein. 123 Rundbogen- und runde Fenster sind inzwischen durch 1:1 nachgebaute Stahlvarianten ausgetauscht. Die rund 10000 Fensterglasplättchen müssen zum Teil noch in die Rahmen eingesetzt werden.

Auf der anderen Seite des Mauerwerks wird derweil gestrichen: Die freien Flächen zwischen den Backsteinverzierungen werden wieder gedeckt weiß, so wie es ursprünglich auch der Fall war.

Zwei Würfel sind in den langen Gebäudeteil eingelassen. In dem einen, der Stadtteilküche, ist die Akustikdecke schon eingezogen und man kann erkennen, wo später die Essensausgabe erfolgt. Auf der gegenüberliegenden Seite ist die Außenhaut des Forums bereits zu erkennen: Dieselben matt weiß glänzenden Aluminium-Verbundplatten wie an den Kubus-Außenseiten im Bauteil A, wo sich unter anderem Musikräume befinden.

Im Moment wird an der Deckenverkabelung und -verkleidung des Forums gearbeitet, die Wände harren noch eines Anstrichs. Später einmal wird mittig im hinteren Teil des Raums eine große Leinwand installiert.

Zwischen den beiden Kuben hat man freien Blick bis zur Decke, bis zur Stahlkonstruktion mit ihren 35 Achsen. Hier ist die Farbe runtergeholt worden, sind inzwischen marode Teile ausgetauscht und ist das Gesamtkonstrukt wieder neu gestrichen worden.

Nach der Schlüsselübergabe wird vielleicht schon feststehen, wie es um die notwendige Erweiterung des Kubiz (Kultur- und Bildungszentrums) bestellt ist. Vier zusätzliche Räume braucht das Dalton-Gymnasium nämlich mit der Wiedereinführung des G9. Derzeit können Engpässe noch mit einem Ausweichen auf die eigentlich für die Jugendkunstschule „Aber Hallo“ vorgesehenen Räume ausgeglichen werden.

Langfristig muss aber Ersatz her. An den Förderkriterien kratzen würde eine mittelfristige bis dauerhafte Nutzung der Vereinsräume durch die Schule nicht, so viel steht inzwischen fest. Das würde aber bedeuten, dass für „Aber Hallo“ eine neue Lösung gefunden werden muss.

Diese müsste in unmittelbarem räumlichen Zusammenhang mit dem Kubiz stehen. An der Stelle greifen wieder die Förderbedingungen. Der Ausgang der Raumfrage ist noch gänzlich offen.

Ein Stück weiter, flankiert von Energeticon und ehemaligem Ledigenheim, werden voraussichtlich im August die Erdarbeiten für den Kubiz-Sportplatz beginnen. Für rund 3,5 Millionen Euro werden 2,8 Hektar neu gestaltet.