Alsdorf: KuBiz: Grüne weisen auf Immissionsschutz hin

Alsdorf: KuBiz: Grüne weisen auf Immissionsschutz hin

Die Grünen in Alsdorf opponieren weiter gegen das geplante Großprojekt Kultur- und Bildungszentrum (KuBiz). Bekannt ist, dass die Grünen den Neubau für Gymnasium und Realschule am Annagelände ablehnen und lieber die Gebäude in Ofden ertüchtigt sehen wollen.

Dagegen sehen sie in der Nutzung der Kraftzentrale (Langhaus) als Begegnungs- und Kulturstätte im Zusammenhang mit dem Großprojekt „Soziale Stadt!” durchaus Sinn, abgesehen davon, dass das Langhaus Sozialräume der beiden Schulen aufnehmen soll.

Neu ist ein Argument gegen die Schulansiedlung auf dem ehemaligen Zechengelände: Schutz vor Lärm. Hartmut Malecha machte dies im Stadtentwicklungsausschuss an der Änderung des Flächennutzungsplans des 4,4 Hektar großen Geländes deutlich. Um den Bebauungsplan überhaupt realisieren zu können, beschloss der Ausschuss, die Nutzung „Gemischte Bauflächen, Grünflächen und Gewerbliche Bauflächen” in „Flächen für den Gemeinbedarf” zu ändern. Dabei blieb Malecha mit seiner Gegenargumentation ohne Erfolg.

Der Grüne führte an, dass der auf der anderen Seite der Konrad-Adenauer-Allee befindliche Schrotthandel von Franz Plum nur unweit des Bauplatzes liegt. Mit Blick auf eine schalltechnische Untersuchung verwies Malecha darauf, dass zwar die aktuellen Emissionen der Firma Plum auf dem Bauplatz unter 60 dB(A) liegen, aber allein schon der Verkehrslärm 66 dB(A) erreiche.

Die 16. Fassung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Bimsch) beinhalte „Richtlinien” an Schulen, die bei Lärmbelastung um Einiges geringer seien. Weder Verwaltung noch Ausschuss folgten dieser Argumentation.

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