Herzogenrath: Kriegerdenkmal hergerichtet und gepflegt

Herzogenrath: Kriegerdenkmal hergerichtet und gepflegt

Der Förderverein Christus-König-Kriegerdenkmal Ritzerfeld feierte jetzt sein zehnjähriges Bestehen. Nach einem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche Herz-Jesu traf sich die Festversammlung im Pfarrheim von Ritzerfeld.

Vorsitzender Alfred Scheilz freute sich über den zahlreichen Besuch, hieß den stellvertretenden Bürgermeister Dr. Manfred Fleckenstein, für das Pastoralteam Diakon Franz-Josef Kempen und für den Knappenchor Vorsitzender Josef Moeres herzlich willkommen.

Dann gedachte er der neun verstorbenen Gründungsmitglieder, Leo Nießen, Wilhelm Hackenbroich, Rudolf Pelzer, Gottfried Sevenich, Heinz Pelzer, Hans Weiteder, Josef Fuhren, Alfons Somski und Bernhard Westner sowie der vielen toten Flüchtlinge der letzten Monate im Mittelmeer mit einer Schweigeminute.

Fleckenstein erinnerte in einem Grußwort an die Gründung vor zehn Jahren, die — und weitere Aktivitäten — in einer kleinen Ausstellung im Eingangsreich des Pfarrheims dokumentiert ist. Fleckenstein sprach das Thema Flüchtlinge in Herzogenrath an:„Wir haben eine positive Flüchtlingsstruktur in Herzogenrath. Und die Menschen, die in Not sind, müssen wir aufnehmen und integrieren, deshalb wollen wir keine Container-Lösung, sondern Unterbringung im privaten Wohnraum.“

Vorsitzender Scheilz erinnerte an das Gründerjahr. Damals, vor zehn Jahren, wollten sich Bürgerinnen und Bürger das Christus-König-Kriegerdenkmal mehr um das Denkmal kümmern, also um die Pflege und Herrichtung des entsprechenden Bauwerkes im Stadtteil. Auf dem Denkmalgelände wurde zusätzlich eine große Tafel in Stein mit den Namen der gefallenen Toten aufgestellt.

Ein großer Erfolg war die Einweihungsfeier am 19. August 2006 am Denkmal in Ritzerfeld. Bis alles mal so weit war, musste mit viel Zeitaufwand die Ermittlung der gefallenen und vermissten Soldaten betrieben werden. 88 Namen von verstorbenen Soldaten konnten ermittelt werden, die auf einer großen Tafel eingraviert wurden. 21 aus dem 1. Weltkrieg und 67 aus dem II. Weltkrieg.

Pfarrer Heinz Intrau weihte dann im Beisein des damaligen Bürgermeister Gerd Zimmermann und vielen Bürgern aus Ritzerfeld und Herzogenrath das Denkmal ein. Schulkinder der Gesamtschule Bierstraß verlasen die Namen der gefallenen.

Im Rahmen der Verlegung eines Kreisverkehrs wurde der Treppenaufgang erneuert. Jedes Jahr zum Totensonntag legen die Vertreter des Vereins einen Kranz nieder.

Der Knappenchor St. Barbara des Bergbaumuseums Wurmrevier unter Leitung von Franz-Josef Palm unterhielt die Gäste im ersten Teil mit Bergmannsliedern. Am Nachmittag folgte Gitarrenspieler Juan-Pablo Raimando mit seiner Frau Yasmin.

(fs)
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