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Baesweiler: Krähenplage ruft Bürger auf den Plan

Baesweiler : Krähenplage ruft Bürger auf den Plan

Als der Nachwuchs schlüpfte, herrschte besondere Aufregung unter den Krähen. Dann flogen die Rabenvögel zu riesigen Schwärmen von mehr als 100 Tieren über den Volkspark und die anliegenden Häuser und Gärten.

Auch bevor die Brut der Krähen vor einigen Wochen aus ihren Eiern schlüpfte, war die große Population an Krähen und Wildtauben im Volkspark ein gewaltiges Ärgernis für viele Anwohner. „Es ist der Lärm und der Dreck, der uns aufregt”, klagt Anwohner Peter Göller.

Deshalb formulierte er den Ärger, der ihm und vielen seiner Nachbarn auf der Seele brennt, in einem Schreiben an Bürgermeister Willi Linkens. Um sich bei Politik und Verwaltung besseres Gehör zu verschaffen, sammelte er die Unterschriften von mehr als 50 weiteren Anwohnern. Göller: „Alle Anwohner haben unterschrieben, wir sind uns einig, dass etwas unternommen werden muss.”

Bürgermeister Linkens kann den Ärger der Anwohner nachvollziehen: „Wir nehmen das Problem sehr ernst. Wir arbeiten sehr intensiv daran, eine Lösung zu finden und geeignete Maßnahmen zur Beseitigung zu treffen.” Auch in Setterich gebe es ähnliche Probleme, erklärt Linkens.

Der Verwaltungschef sieht ein grundsätzliches Problem in der „Futter- und Nistsituation” der Vögel in geschlossenen Ortschaften: „Das reichliche Futterangebot in den Innenstädten begünstigt die Ansiedlung der ursprünglich wildlebenden Vögel und deren Brutaktivitäten.”

Eine effektive Lösung der Problematik im Rahmen der bestehenden Gesetze sieht die Verwaltung derzeit nicht. „Krähen dürfen nur in ganz engen Grenzen bejagt werden. Wenn sich jemand in den Park stellt und auf eine Krähe schießt, macht er sich strafbar”, betont Linkens.