Konzert des MGV Linden-Neusen 2019

Konzert : MGV Linden-Neusen mit „Strauß bunter Melodien“

Einen „Strauß bunter Melodien“, so hatte die Chorgemeinschaft MGV Linden-Neusen/MGV Alsdorf ihr Jahreskonzert 2019 überschrieben. Es fand in der ehemaligen Klosterkirche Broich statt und wurde von rund 200 chormusikalisch interessierten Menschen besucht.

Chordirektor ADC, Heinz Dickmeis präsentierte den Besuchern anspruchsvolle Chorwerke und schöne Melodien, die vom MGV-Vorsitzenden Siegfried Palm, erläuternd moderiert wurden.

Die gesanglich starke Chorgemeinschaft hinterließ mit ihrem ersten Lied „Musik, du heilige Kunst“ bereits einen nachhaltigen Eindruck, der sich dann mit den folgenden Melodien, wie „Mala Moja“, dirigiert von Vizedirigent Erwin Krönchen, und „Heimat deine Sterne“ noch steigerte. Beschwingt ging es dann mit dem Lied „Fröhliche Welt“ weiter, streifte mit der „Barcarole“ romantische Gefühle und brachte mit „Jerusalem“ einen zeitkritischen Beitrag und Wünschen für eine bessere Welt, zu Gehör.

Dem MGV folgte nun als Kontrapunkt, der „Shanty-Chor Bedburg“ mit einer Rhythmusgruppe unter der Leitung von Josef Kasztan. Bei vielen Zuhörern bewirken Lieder von der Seefahrt eine ganz besondere Stimmung. Führen doch die Inhalte dieser Lieder, mit harter Arbeit auf Segelschiffen, fremden Häfen, ferne Liebschaften und auch Gedanken an Zuhause, in die Welt der Seemannsromantik.

Siegfried Spitzer führte moderierend durch diese Welt und Lieder wie „Auf Matrosen“, „Barentsee“, „Gorch Fock-Lied“, der „Hamburger Veermaster“ und „My Bonny“ erzeugten so viel Stimmung, dass die Zuhörer mitsangen und den Chor durch ihr Mitsingen verstärkten.

Nach einer Pause betrat der Shanty-Chor wieder die musikalischen Planken und spannte den Melodienbogen seiner auch zum Teil solistisch vorgetragenen Lieder mit „Blaue Jungs“, „Liegt unser Schiff“, „In Odessa“, „Rum aus Jamaika“ und „Ave Maria der Meere“ und andere, über die Meere der Welt hinaus.

Heinz Dickmeis holte danach seine Sänger für das Publikum wieder auf die musikalische Erde und sorgte bei den Liedern „Rivers of Babylon“, „Schönes Ungarland“, „Katjuscha-Kasatschok“ und „Dschingis-Khan“ für eifriges Mitsummen dieser bekannten Melodien.

Als Krönung seiner musikalischen Probenarbeit, ließ er die Sänger die komische Serenade, „Die falsche Pepita“ und das brasilianische Tanzlied „Cocobamba“ vortragen, die beide mit einem simplen, aber zungenbrecherischen Text ausgestattet und schwer zu singen sind.

Bevor die gesamte Sängerschar aus beiden Chören, das bekannte Schlusslied „Dankeschön und Auf Wiedersehn“ anstimmte, gab Heinz Dickmeis als Solist, mit dem MGV, das afrikanische Lied „Bonse Aba“ als Zugabe zum Besten. Großer Beifall war verdienter Lohn für den musikalischen Genuss der besonderen Art.

(ro)
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