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Alsdorf: Kontaktpflege vor Europafest

Alsdorf : Kontaktpflege vor Europafest

Seit mehr als zehn Jahren besteht eine Kooperation zwischen Vertretern ungarischer und deutscher Gewerkschaften.

Und obwohl sich die Beziehungen in dieser Zeit auch auf freundschaftlicher Ebene weiterentwickelt haben, stand jetzt zum ersten Mal ein Besuch der ungarischen Gäste im Alsdorfer Rathaus auf dem Programm. Dort begrüßte sie Kämmerer Helmut Klein.

„Ungarn gehört nun seit dem 1. Mai dieses Jahres zur europäischen Familie. Aber wir hier in Alsdorf haben den Europa-Gedanken schon früher gelebt”, freut sich Klein.

Dabei waren die Anfänge der Zusammenarbeit alles andere als einfach. Intensive und harte Arbeit war der Beginn der Kooperation. „Aus unserer Zusammenarbeit sind mittlerweile sehr vernünftige Dinge entstanden”, ist sich Detlef Loosz, Bezirksleiter IGBCE, sicher. So finden sich im ungarischen Betriebsgesetz viele Übereinstimmungen mit dem deutschen Betriebsverfassungsgesetz.

Angeführt wird die ungarische Delegation vom ersten Vorsitzenden der Gewerkschaft der Öl- und Gasarbeiter der MOL AG, Jozsef Kudela. Die Firma MOL ist eine der größten Tankstellen-Ketten in Ungarn, die ihr Öl und Gas selbst fördert.

Zwischen den deutschen und ungarischen Gewerkschaften gibt es einen bedeutenden Unterschied: Die ungarischen Gewerkschaftssekretäre werden nicht wie hierzulande von den Mitgliedern durch deren Beiträge bezahlt, sondern direkt vom Unternehmen.

Als Dolmetscher fungierte der mit 83 Jahren älteste ungarische Gast, Professor Ernö Buda. „Unsere Beziehungen haben sich fachlich und menschlich sehr gut gestaltet. Ich hoffe, dass sich unsere Kontakte zum Nutzen beider Seiten noch weiter vertiefen”, betonte Kudela.

Übrigens: Ungarn ist das Mottoland für das Europafest am zweiten Septemberwochenende. Und so wurden bei diesem Besuch bereits auch Kontakte geknüpft, um Musik- oder Tanzgruppen für dieses große Event nach Alsdorf zu holen.