Kommentiert: Schlechter Service

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Restabfallbehältergefäß — was für ein Wort! Eigentlich doppelt gemoppelt. Oder steckt der Restabfallbehälter in einem Gefäß? Diesen Begriff verdanken wir Gesetzestexten und einer entsprechenden Bürokratie.

Entsprechend formalistisch scheint auch die Regioentsorgung gegenüber dem Entsorgungspflichtigen Wilfried Hammers vorgegangen zu sein und hat nach Aktenlage — durch die Stadt Herzogenrath per Datenabgleich zu der im Hause Hammers gemeldete Zahl der Mitbewohner ausgelöst — mehr Restmüllvolumen zuweisen und in Rechnung stellen wollen. Und das, ohne zu prüfen, ob Hammers ein „Altfall“ ist oder ihn gar auf diese Klausel in der Satzung hinzuweisen.

Ihm wurde zwar eine Rückantwort zugebilligt, aber hier fehlt der Hinweis auf den ebenfalls in der Satzung beschriebenen Ermessensspielraum. Das hat mit Bürgernähe oder -service nichts zu tun. Mag sein, dass die Mitarbeiter des Entsorgers von so manchem Bürger über das wahre Müllaufkommen belogen werden, aber da sollte nicht die Gemeinschaft der Kunden unter Generalverdacht gestellt werden.

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