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Nordkreis: Komik, Spaß und Augenzwinkern

Nordkreis : Komik, Spaß und Augenzwinkern

Der Kulturverein Peperoni hat in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung des Kreises Aachen sowie den Städten Herzogenrath und Baesweiler seine Kindertheaterreihe für die Spielzeit vorgestellt.

Für das Jahr 2004 sind sieben Veranstaltungen vorgesehen, die sich an Familien mit Kindern im Alter ab etwa vier Jahre richten. Die Veranstaltungen finden donnerstags in Baesweiler in der Aula des Gymnasiums Otto-Hahn-Straße sowie am darauf folgenden Samstag in Herzogenrath im Forum der Gesamtschule Am Langenpfahl, um 16 Uhr statt.

Im 14. Veranstaltungsjahr haben die Organisatoren wiederum ein abwechslungsreiches Programm im Bogen von Figurentheater, Kinderliedermacher und Schauspiel zusammengestellt, welches nicht nur für Kinder, sondern für die ganze Familie interessante Themen behandelt, bei dem andererseits auch der Spaß nicht zu kurz kommt.

Start ist am 22. (und 24.) Januar mit dem Figurentheater Marmelock aus Hannover und dem Stück „Fatima und der Traumdieb”, einem syrischen Märchen nach Rafik Schami und Els Cools. Fatima fragt nach Arbeit im Schloss. „Wenn Du eine Woche hier arbeitest, ohne Dich zu ärgern”, erklärt ihr der Schlossherr, „bekommst Du ein Goldstück als Lohn.”
Doch Fatima sucht weitaus wichtigeres als Gold. Die Geschichte soll Mut machen, nicht einfach das zu tun, was andere uns sagen. Eine eigenständige Meinung, Träume, Mut und Eigensinn können helfen, Entscheidungen zu treffen und zu verantworten.

„Spatz Fritz” heißt das Stück des heute in München lebenden Kinderbuchautors Rudolf Herfurtner, welches die Studio-Bühne Essen am 4. und 6. März aufführt. Eigentlich passen die beiden überhaupt nicht zusammen: Frau Maier hat einen Keller, vollgestopft mit altem Kram, Herrn Hubers größte Sorge ist die Ordnung in seinem Haus. Doch als Frau Maier die herzzerreißende wie abenteuerliche Geschichte vom verunglückten Spatzenkind Friedrich erzählt, entpuppt sich der „kleinkarierte Vogelhuber” als ein Nachbar, der doch nicht nur für seine Tauben ein weiches Herz hat.

Gebrüder Grimm und das Liederprogramm „Der Fischer und seine Frau” - ein Märchen der Brüder Grimm in der Inszenierung des „Theater 1+1” aus Wipperfürth - steht am 22. und 24. April auf dem Programm. So ein schöner Fisch! Aus purem Gold, und er erfüllt jeden Wunsch. Von nun an ist Fritzens ruhiges Leben vorbei, denn seine Frau, die Ilsebill, hat viel Fantasie. Eine Katastrophe scheint bevor zu stehen. Gut, dass es ein Märchen ist und der Fisch die beiden wieder dort hin bringt, wo sie hingehören: in ihren alten Kutter. Nicht betulich-belehrend, sondern mit Komik und Augenzwinkern wird die Geschichte von Gier und Maßlosigkeit erzählt.

Musikalisch locker geht es mit dem Theater Töfte aus Datteln in die wärmere Jahreszeit über. „Das Kamel aus dem Fingerhut” heißt am 3. und 5. Juni der schwungvoll-heiße Ritt durch die Wüste. Für sein kleines Äffchen Charlie tut Kowalski wirklich alles. Und als Charlie sein Kuschelkamel vermisst, zaubert Kowalski, um ihn zu trösten, eine Kamelgeschichte aus dem Hut. Schon nach wenigen Augenblicken schliddern die Freunde mitten hinein in die geheimnisvolle Welt der orientalischen Märchen. Ein Spaß für die ganze Familie.

Cervantes „Don Quijote” im 21. Jahrhundert Nach den Sommerferien eröffnet das Münsteraner „Theater Don KidÕschote” am 23. und 25. September das zweite Theaterhalbjahr mit dem Stück „Don KidSchote will Ritter werden”. Der Nachfahre des berühmten Don Quijote de la Mancha ist auf der stetigen Suche nach sich selbst und seinem Knappen Sancho Pansa. Zusammen mit seinem treuen Weggefährt (Don Pferd), einem rollenden Badezimmer, einer großen Ladung Koffer und dem Abbild seiner großen Liebe Lady Lea macht er sich auf die Reise nach den großen Abenteuern dieser Welt.

„Die Geschichte vom Onkelchen”, ein Theaterstück von Lars-Erik Brossner und Thomas von Brömssen in der Bearbeitung des Theater Patati-Patata aus Reutlingen, kommt am 11. und 13. November. Es war einmal ein kleiner Onkel, der lebte alleine. Er hatte keine Freunde. Niemand kümmerte sich um ihn, obwohl er nett war. Alle fanden ihn zu klein. Nachts weinte der kleine Onkel, weil er so einsam war. Eines Tages schrieb er Zettel: „Kleiner einsamer Onkel sucht einen Freund.” Dann setzte er sich auf die Treppe und wartete. In der zehnten Nacht tauchte ein Hund auf. Die schwedische Geschichte ist nach dem Buch von Barbro Lindgren inszeniert.

Weihnachtliches Puppenspiel zum Advent gibt es zum Abschluss der Kindertheaterreihe. Es gastiert das Chausseetheater aus Schweighofen mit dem Stück „Das geheimnisvolle Geschenk” am 9. und 11. Dezember. „Was ist, wenn der Weihnachtsmann vergessen hat, wo ich wohne? Dann bekomme ich kein Geschenk!” Dieser Gedanke lässt dem Hasenjungen Hops keine Ruhe. Er reißt von Zuhause aus, um dem Weihnachtsmann entgegen zu gehen. Ein Spiel mit Puppen, Menschen, Masken und Musik.