Herzogenrath: Kohlscheider Narren: Dreigestirn stark umjubelt

Herzogenrath: Kohlscheider Narren: Dreigestirn stark umjubelt

Echte Jecken kann nichts, aber auch gar nichts erschüttern. Heiner Niessen zum Beispiel: Stunden bevor der närrische Aufmarsch von Klinkheide aus loszog, traf er sich am Rosenmontagsmorgen mit seinem Merksteiner Kollegen Detlef Serf und dem Herzogenrather Ordnungsamtsleiter Jürgen Venohr, zog eine Wetter-App und eine Website nach der anderen zu Rate.

Schließlich fiel der Beschluss: Die Züge gehen. Und eines bekam Niessen mit auf den Weg: Falls er es für nötig hält, kann er die Prozession der Karnevalisten auch mitten in ihrem Verlauf anhalten und auflösen. Musste er aber nicht. Mehr noch: Herzlicher Aufnahme hatten die Vereine und Fußgruppen nur selten in der Geschichte des Scheeter Fastelovvends gefunden.

Originelle Kostüme: Die Seifenblasen-Dosen waren im Sechserpack in Kohlscheid unterwegs.

Entlang des Zugweges war deutlich zu spüren: Mehr als je zuvor nahmen die Zuschauer den Umstand dankbar zur Kenntnis, dass sich der bunte Tross mit viel Frohsinn im Gepäck zu ihnen auf den Weg gemacht hatte.

Viele hatten sich in insgesamt 29 Einheiten als Karnevalsgesellschaft, private Gruppe oder in anderer Form dem eigenen Affen Zucker zu geben und dabei den Mitmenschen Freude zu bereiten. Zum Beispiel die Mitglieder des Jungen Chores: Sie marschierten als Wikinger mit und lebten so zugleich ihren Traum von Freiheit und Abenteuer. Bestens aufgelegt war auch das Dreigestirn mit Prinz Ralf III., Bauer Hubert und Jungfrau Maria auf seinem Prunkwagen, dem die Herzen der Jecken nur so zuflogen.

(ch)
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