Alsdorf: Knatschjeck mit einem Frühlingshauch

Alsdorf: Knatschjeck mit einem Frühlingshauch

War das am Ende schon der Frühlingsauftakt? Darüber können die Meteorologen diskutieren. Fest steht, dass Alsdorfs Jecke aus dem Rosenmontags-Traumwetter eine ganze Menge gemacht haben. War ja auch eine Steilvorlage. Ein Zug mit gut 80 Einheiten hat Tausenden in der City Spaß bereitet. Ein paar neue Highlights gab‘s ganz nebenbei.

Die Bühne an der Burg zum Beispiel. Erstmals aufgestellt und mit der Sitzungsband „Tresenritter“ bestückt von der Alsdorfer Prinzengarde. Ein gutes Stündchen lang gab es dort Live-Musik, die die vielen Zuschauer vor dem Alsdorfer Wahrzeichen in Stimmung brachte. Ein Tänzchen auf der Straße war kein schlechter Auftakt. Exprinz Jürgen Zantis moderierte anschließend von der Bühne aus den Narrentross, der nicht zuletzt ein Triumphzug für Prinz Christoph I. und seine Doreen war. Dass die beiden aus der Prinzengarde stammen, war am kräftigen Jubel gut ablesbar.

Kiss, Mario & Luigi und flotte Flieger: Die Fußgruppen hatten einiges zu bieten. Foto: Stefan Schaum

Beifall gab es vielerorts für die Zugteilnehmer, die sich knackig bunt präsentierten. Mal mit Flugzeugen auf dem Kopf, mal mit Flower-Power-Kostüm oder gleich als laufende Blümchen — die Fußgruppen setzten einige sehenswerte Akzente. Auch das Make-up der Rockband „Kiss“ — ohnehin die Karnevalstruppe im Heavy-Metal — lieferte die Vorlage für eine Gruppe.

Geändert hatte sich der Zugweg, denn diesmal ging es nicht über die Annastraße, sondern von der Schlosserstraße über den Übacher Weg vorbei an der Stadthalle und die Rathausstraße runter — damit dort die Bewohner der neuen Seniorenresidenz hautnah in den Genuss des Zugs kommen konnten. Wär‘ doch auch schade gewesen, wenn sie den verpasst hätten. Dass es Kamelle regnete und die Musikzüge unterwegs auch ordentlich ablieferten, versteht sich. Eben einmal mehr ein rundes Ding, dieser närrische Lindwurm in Alsdorfs-Mitte.

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