Kleine Sporthalle in Broichweiden geschlossen

Sprecher der Weidener Vereine mahnt : „Neubau der Sportstätten ist überfällig“

Der Sprecher der Weidener Vereine, Josef Kuck, will die Sperrung der kleinen Sporthalle auf dem Broichweidener Markt nicht unkommentiert lassen. Die Stadt Würselen hat die Halle bis auf Weiteres gesperrt, um eine Gefährdung von Nutzern auszuschließen, wie wir berichteten.

Die Dachkonstruktion soll (Beitrag „Sporthalle nach Wasserschaden derzeit gesperrt“, Ausgabe vom 9. Januar). Kuck merkt dazu an, dass es bereits das vierte Mal ist, wo nach gleichem Strickmuster eine Würselener Sportstätte geschlossen werden muss. „Nach der Turnhalle Lehnstraße, der Turnhalle am Gymnasium und der Sporthalle Krottstraße hat es nun die Turnhalle am Markt getroffen, und wie in den drei anderen Fällen ist ein Wasserschaden größeren Ausmaßes Ursache der Sperrung.“

Und auch diesmal sei der Wassereinbruch seit langem bekannt gewesen, die Besucher der Halle am Markt seien schon fast an den seit dem Herbst aufgestellten Wasserbottich gewöhnt gewesen und auch diesmal hätten die frühzeitigen Schadensmeldungen der Vereine an die Stadtverwaltung nicht für Abhilfe gesorgt.

„Erst am 18. Dezember wurde die Halle gesperrt, um uns bereits einen Tag später mitzuteilen, der Schaden sei notdürftig repariert, die Halle könne wieder genutzt werden, die endgültige Reparatur erfolge im Januar und die Zeitdauer werde nur einen Tag in Anspruch nehmen.“, so der Sprecher der Weidener Vereine.

„Dann am 21. Dezember die neuerliche Sperrung, die Bekanntgabe an die Vereine an einen völlig anderen E-Mail-Verteiler als bei der ersten Sperrung, die seither manifest ist.“ Das bedeutet für die katholische Grundschule 14 Stunden, für DJK Westwacht Weiden 24 Stunden, für TV Weiden zehn Stunden und für Teutonia Weiden zwei Stunden Entfall an Nutzungszeiten. Kuck: „Jetzt muss ein Statiker bemüht werden, um die Dachkonstruktion auf ihre Sicherheit hin zu überprüfen; vorher hätte ein Dachdecker genügt, um das Hallendach zu reparieren …“

Welche Folgen dieses Hickhack für die Vereine gehabt habe, lasse sich an dieser Stelle nur stichpunktartig beschreiben: „Infos der Vereinsleitungen an die Abteilungs- und Übungsleiter, die ihrerseits Infos an ihre Teilnehmer ihrer Gruppen versandten, Inhalt: Halle gesperrt. Ein Tag später: Rolle rückwärts – die Halle ist wieder geöffnet. Zwei Tage später die Info: Die Halle ist doch wieder gesperrt!“

Über die Weihnachtsferien habe dann für die Vereine erst recht die Arbeit begonnen, um danach für das weitere Training entsprechende Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. „Wohlgemerkt: Nicht die Verwaltung stellte solche alternativen Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung – bis zum Mittwoch erfolgte kein einziger städtischer Vorschlag! Die Weidener Vereine haben sich ihrerseits darum bemüht!“ Teils müßten Übungsleiter wie Aktive nun mit anderen Räumlichkeiten, Trainingstagen und -zeiten Vorlieb nehmen, teils könne auch kein anderes Angebot gemacht werden und müsse der Sport schlichtweg entfallen.

Gespräch mit Fraktionen

Das alles zeige: „Der Neubau der eigentlich schon beschlossenen und finanziell gesicherten Broichweidener Sport- und Kulturstätten sind längst überfällig.“ Es bedürfe des dringenden Auftrages der Politik an die Verwaltung, mit der Planung hierfür endlich zu beginnen.

„Deshalb werden wir mit den im Stadtrat vertretenen Fraktionen am 16. Januar anlässlich eines Gesprächs mit den Broichweidener Vereinen unser nochmals verbessertes Konzept für diese Sport- und Kulturstätten erläutern. Wir hoffen dann auf endgültige Positionierung der Parteien zu diesem Konzept und darauf, dass in der nächsten Sportausschusssitzung (5. Februar.) die entsprechende Beauftragung der Verwaltung vorbereitet und in der anschließenden Sitzung des Rates der Stadt Würselen (26. Februar) beschlossen wird. Wir Broichweidener Vereine bieten dazu jedenfalls eine konstruktive und sachorientierte Zusammenarbeit an!“, betont Kuck.

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