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Alsdorf: Klein: „Alsdorf hat starke Potenziale”

Alsdorf : Klein: „Alsdorf hat starke Potenziale”

Jahresrückblick, politische Standortbestimmung und erwartungsfrohe Aussicht auf wichtige Wahlen in den nächsten Monaten: Zum Neujahrsempfang übte sich der Alsdorfer CDU-Stadtverband vorwiegend in Optimismus.

Auch der letzte Stuhl war besetzt im Seminarraum der Stadthalle, in den die Christdemokraten zum Jahresauftakt geladen hatten. Auch von Vertretern der übrigen Fraktionen, denn auf lokaler Ebene - das unterstrich ausnahmslos jeder Redner - gelte es, zum Wohl der Stadt und ihrer Bürger eng zusammenzustehen.

Anders auf Bundesebene: „Bei dem, was Rot-Grün bislang abgeliefert haben, kann es nur noch um Schadensbegrenzung gehen”, erklärte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Bernd Mortimer. Für „bereits im Ansatz krank”, befand er etwa die derzeit eifrig nachgebesserte Gesundheitsreform, für verwerflich die Pläne der Koalition, Zuschüsse für Kindergärten zu kürzen. „Ich rufe zum Protest gegen ein solches Ansinnen auf”, wurde der Unionspolitiker deutlich.

2100 Alsdorfer hätten mit ihren Unterschriften bereits ihr deutliches Votum gegen solch eine Kürzung abgegeben. „Wenigstens lokal müssen wir gemeinsam Stärke zeigen”, forderte Mortimer, „eine harmonische Politik sollte Aufgaben zum Wohle aller anpacken.” Da sei „kein Platz für Grabenkämpfe einzelner. Neurosen gehören in die Arztpraxis - und nicht ins Rathaus!”

Dem pflichtete der Mann bei, der solche Einigkeit in besonderer Weise personifiziert. Beigeordneter Helmut Klein, von CDU und SPD gemeinsam aufgestellter Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahl am 26. September. Stetig wachse die Gruppe der Pessimisten im Land, erklärte er. Verärgert seien Rentner, Arbeitslose und auch die Bauherren, die um die Eigenheimzulagen fürchten. Als Kämmerer einer Stadt mit Nothaushalt hätte auch er selbst gewichtigen Grund, pessimistisch zu sein, meinte Klein mit Galgenhumor. Das jedoch sei er ausdrücklich nicht.

Alsdorf-Express

„Alsdorfs Entwicklung zeigt, dass es schön ist, hier zu leben”, pries er die jüngst mit Anna-Park und APC geschaffenen Vorzüge der Stadt. Klein: „Alsdorf hat starke Potenziale, also gibt es keinen Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Der Alsdorf-Express muss noch mehr an Fahrt gewinnen, sein Motor sind wir alle!” Der passende Leitgedanken seiner Kandidatur im anstehenden Wahlkampf könne deshalb nur lauten: „Gemeinsam sind wir stark!”

Axel Wirtz, CDU-Kreisvorsitzender sowie Kreistags- und Landtagsmitglied, brachte eine besondere Düsseldorfer Beobachtung mit nach Alsdorf: „Noch nie war der Rasen vorm Landtag so platt getreten wie in diesen Tagen.” Zahlreiche Bürgerproteste gegen die Bildungspolitik der Regierung zeigten vor allem eins: „Bei Rot-Grün krachtÕs im Gebälk!” Zunehmend verunsichert, suche der Wähler das Weite.

Wirtz: „Wer Angst hat, läuft weg.” Jetzt gelte es für die Union, mit besseren Konzepten aufzutrumpfen. „Wir sind inhaltlich und personell gut aufgestellt, das ist unsere Stunde.”

Große Chancen sehe er, bei der Europawahl im Juni „einen gehörigen Motivationsschub für die eigenen Leute zu bekommen”, der auch die Kommunalwahlen zugunsten der CDU entscheiden solle. Mit Klein sei für Alsdorf der richtige Mann gefunden, wertete Wirtz. Kompetent in Verwaltungs- und Wirtschaftsfragen, habe der Kandidat die Kraft, die Stadt nach innen und außen bestens zu vertreten. „Bei der Kommunalwahl bekommt Alsdorf eine Riesenchance, weiter nach vorn zu kommen.”

Derart positiv eingestimmt, griffen die Gäste im Anschluss gern noch zum Gläschen Sekt, um auf den gemeinsamen politischen Marsch anzustoßen. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang durch die heimische Vokalgruppe „AndersArt”.