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Alsdorf: Klärung soll nicht allein der SPD überlassen werden

Alsdorf : Klärung soll nicht allein der SPD überlassen werden

„Welche geheimen Verwaltungspapiere kursieren da durch die SPD, die eine Wahl beeinflussen können und die wir anderen demokratischen Parteien nicht bekommen haben oder sollten?”

Heinz Liska, Vorsitzender der FDP-Ratsfraktion, hat viele Fragen im Zusammenhang mit der Aufforderung des Bürgermeisters an den ehemaligen Stadtarchitekten Axel Kästner, mehr als 62.000 Euro seinem früheren Arbeitgeber zu erstatten.

„Wenn es zutrifft, dass ein leitender Mitarbeiter der Verwaltung Steuermittel in Höhe von 62421,44 Euro für seine vorgezogene Altersteilzeit kassierte, um damit ein eigenes Büro aufzumachen und so Aufträge der freischaffenden Ingenieure und Architekten unserer Region zu unterbieten, dann ist dies durch den Bürgermeister abzustrafen”, empfindet Heinz Liska.

Auch versteht er nicht, warum ein solcher Vorgang nicht öffentlich gemacht werden kann, anstatt gezielt gewisse SPD-Kreise zu informieren. Das lässt die Freidemokraten vermuten, dass der Rücktritt des SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Heiner Berlipp auch andere Gründe hatte als ausschließlich die von ihm erwähnte berufliche Arbeitsbelastung.

„Offensichtlich geht es hier nicht um die lückenlose Aufklärung dieser Vorgänge, sondern nur darum, dass die vermeintlichen SPD-Wähler dies nicht erfahren sollen. Anders ist das Verhalten einiger jedenfalls nicht zu erklären”, unterstellt Heinz Liska. Wenn demokratische Parteien in der Stadt ein „sauberes Alsdorf” forderten, dann meine man nicht nur die Straßenreinigung, dann sollte man die Klärung solcher Vorgänge nicht allein der SPD überlassen.

Die FDP-Fraktion, kündigt Heinz Liska an, will den Bürgermeister zur Klärung und anschließenden Information der Angelegenheit auffordern.