Würselen: Kita „Piratennest“: Paten für das Außengelände gesucht

Würselen : Kita „Piratennest“: Paten für das Außengelände gesucht

Esther Thöress und Annamaria Gere reinigen mit reichlich Wassereinsatz und Besen Gehweg und Straße vor dem „Piratennest“, der neuen Kindertagesstätte an der Ankerstraße in Würselen.

Mutterboden ist von einem Bauunternehmer als Spende geliefert und im hinteren Bereich des Geländes gleichmäßig verteilt worden — als Ersatz für geringfügig belastetes Erdreich, das rund 30 Zentimeter tief hatte ausgekoffert werden müssen. Früher war hier mal eine Spedition ansässig. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist Schutt dort verteilt worden, wie Stephan Erkens erzählt.

Der Vorsitzende der Elterninitiative, die jetzt in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses von der Stadt Würselen als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt worden ist, betont, dass die Grenzwerte nur leicht überstiegen worden sind. Nach dem Bodenaustausch der oberen Schicht und dem Einziehen einer Folie (Stichwort: Sperrvlies) sei gewährleistet, dass Kinder selbst beim Buddeln nichtgefährdet sind.

Das sei in Absprache mit der Stadt Würselen geschehen. Alles hat seine Ordnung, betont der Vorsitzende. Viele Stunden ehrenamtliche Arbeit haben die Mitglieder der Kita Piratennest investiert, damit das Haus an der Ankerstraße für die Aufnahme von 20 Zwei- bis Sechsjährige zur Verfügung steht. Anfang September wurde die neue Kita eröffnet. Zwei Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte betreuen die Kinder.

Nun werden die Kleinen in absehbarer Zeit bei angemessenem Wetter auch im Freien spielen können. Sandkästen werden eingerichtet, ein Klettermodul aufgestellt und eine Wiese angelegt. Zudem wird ein kleiner Nutzgarten eingerichtet, in dem die kleinen Piraten unter Anleitung Kartoffeln und Gemüse anbauen können, das natürlich bei der Speisezubereitung frisch verarbeitet werden soll.

Die Stadt Würselen unterstützt die Initiative, trägt das Engagement der Eltern doch dazu bei, Engpässe bei der Kita-Platzversorgung im Stadtgebiet zu entschärfen. Da die finanziellen Möglichkeiten sehr begrenzt sind, hat der Jugendhilfeausschuss jetzt auf Antrag die Übernahme des Trägeranteils beschlossen. Es geht um vier Prozent an den Kindpauschalen und dem bezuschussungsfähigen Mietanteil „auf unbestimmte Zeit“. Es geht um 7100 Euro pro Kindergartenjahr. Für das Anlegen des Spiel- und Naturerlebnisgeländes bittet der Verein um Unterstützung. Hierzu ist das Areal in Parzellen aufgeteilt, für die Paten gesucht werden (siehe Infobox).

Mehr von Aachener Zeitung