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Baesweiler: Kirmes in Oidtweiler: Gedenken an Pfarrer Ferdi Bruckes

Baesweiler : Kirmes in Oidtweiler: Gedenken an Pfarrer Ferdi Bruckes

Natürlich ist diese Kirmes eine andere. Aber sie sollte, symbolisch betrachtet, nicht ausschließlich mit einem Trauerflor versehen sein. Dass man nach dem plötzlichen und völlig unerwarteten Tod von Pfarrer Ferdi Bruckes nicht einfach zur feierlichen Tagesordnung übergehen mochte, stellte Vorsitzender und Maikönig Tobias von Ameln der Prunkkirmes voran.

Der Junggesellenverein Oidtweiler 1881 (JVO) gedachte mehrfach dem sympathischen und allseits sehr beliebten Pfarrer während der vier Tage des Kirmesreigens. Doch wurde der Spaß nicht vernachlässigt oder gedrückt. „Das hätte Ferdi Bruckes auch überhaupt nicht gewollt“, fügte JVO-Vorstandsmitglied Konstantin Kockerols voran.

Also stürzten sich die Junggesellen zum Auftakt ihrer „vier starken Tage“ ins Discogeschehen. Marcel Männel, DJ und Garant für ein volles Haus, hatte gemeinsam mit DJ Weazy die musikalische Regie zum „Partyservice“. „Das war schon klasse und hat mal wieder gezeigt, dass die Leute uns mögen“, lobte Tobi von Ameln den Auftakt der Kirmes im Festzelt am Sportplatz.

An den nächsten Morgen, der schon sehr früh beginnen sollte, dachten die fröhlichen Gesellen aber erst einmal nicht und feierten bis fünf Uhr durch. Einige Vorbereitungen gingen dem Maibaumaufstellen auf dem Marktplatz voran, das am frühen Nachmittag unter dem Titel „muss man erlebt haben“ ausgerichtet wurde. Hunderte Besucher wohnten diesem Spektakel bei.

Angeführt von Hauptmann Martin „Samson“ Ohlenforst krempelten die Junggesellen die Ärmel hoch und wuchteten den fast 30 Meter langen Maibaum per Leitern, Muskelkraft und Seilen in die Vertikale. Unterstützt wurden sie vom Löschzug Oidtweiler, der von Zugführer Stefan Litzel angeführt wurde und allein drei Autos sowie eine Seilwinde dafür zur Verfügung stellte. Nach exakt der Länge eines Fußballspiels durfte Maikönig Tobi von Ameln ein Stück des Baumes hochklettern und den Zapf einschlagen. Verbunden mit der Erklärung: „Die Kirmes 2018 ist eröffnet.“ Zwischendurch erfreute immer wieder mal die Blaskapelle Oidtweiler mit Märschen.

Hochamt und Fahnenschwenken

Zum Kirmesball im Festzelt bot der JVO Live-Musik an. Mit der Band „Fahrerflucht“ hatte man dabei — wie auch an den anderen Tagen — ein gutes Los gezogen.

Zum Hochamt am Sonntag, geleitet von Pfarrer Hans-Peter Jeandree, gedachten die Junggesellen und Gäste erneut ihrem verstorbenen Pfarrer Ferdi Bruckes, dessen Auferstehungsfeier am Donnerstag, 14. Juni, um 14 Uhr in der Settericher Pfarrkirche St. Andreas gehalten wird.

Nach der doch besinnlichen Messe und der Kranzniederlegung an der Pfarrkirche St. Martinus schwenkte Junggeselle Tim Heyer die Fahne, um dann zum Festzelt zu wechseln und das Frühschoppenkonzert zu genießen und sich auf „den“ Höhepunkt der Kirmes vorzubereiten. Königsparade und Festzug stand in den Nachmittagsstunden auf dem Programm. Darüber und über den weiteren Verlauf der Kirmestage berichten wir in unserer morgigen Ausgabe.

(mas)