Alsdorf: Kirche und Kommune wollen Strukturwandel meistern

Alsdorf: Kirche und Kommune wollen Strukturwandel meistern

Ein gemeinsames Gesprächsthema war rasch gefunden: der Strukturwandel. Denn der beschäftigt Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders ebenso wie den Aachener Weihbischof Dr. Johannes Bündgens.

Sparzwänge auf kommunaler und Fusionen auf kirchlicher Ebene gehörten daher zum Dialog im Rathaus.

Seit gut drei Wochen besucht Bündgens die Stadt im Rahmen einer Visitation. Rund 60 Termine in Kindergärten, Schulen, Jugendtreffs, in Kirchengemeinden und bei Sozialdiensten hat er absolviert. Am Montag stand als letzter Ort das Rathaus auf der Route.

Bevor der 54-Jährige sich dort ins Goldene Buch eintrug, sprach er mit der Verwaltungsspitze über neue Strukturen. „2010 hat es für die katholische Kirche auch in Alsdorf einen ziemlichen Einschnitt gegeben”, sagte Bündgens. Statt einst elf eigenständigen Gemeinden gibt es nun nur noch zwei: fünf von ihnen bilden die Gemeinde St. Castor, sechs davon - im Bereich Hoengen und Mariadorf - zählen nun zu Johannes XXIII.

Ein nötiger Einschnitt, um zukunftsfähig zu sein, so der Gast. „Ich glaube, dass hier eine gute Struktur geschaffen worden ist. Es geht nicht darum, um jeden Preis zu fusionieren, aber es kann nicht mehr in jeder Gemeinde einen eigenen Küster und einen Kirchenmusiker geben.”

Große Herausforderung

Ähnliche Fragen muss der Bürgermeister sich stellen. Sonders: „Das gesellschaftliche Zusammenleben zu organisieren, wird für Kommunen eine immer größere Herausforderung. Wir sind dankbar, dass trotz der Umwälzungen das Engagement der Kirche im sozialen Bereich stark geblieben ist. Denn das ist für uns unverzichtbar.”

Kooperationen solle es auch künftig geben. Bündgens: „Ich werde sehr viele Anregungen mit nach Aachen nehmen.”

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