Würselen: Kindertagesstätte feiert 35. Geburtstag

Würselen: Kindertagesstätte feiert 35. Geburtstag

Das am 1. August 1979 als Kindertagesstätte eröffnete heutige Familienzentrum „Lebens-Spiel-Raum“ an der Gerhart-Hauptmann-Straße hat mit einem Tag der offenen Tür seinen 35. Geburtstag gefeiert.

Und mit ihm die Erzieherin Renate Rütters, die zwei Jahre nach der Eröffnung die Leitung der Einrichtung als Nachfolgerin von Irmgard Wangerin übernahm.

„Es war richtig was los“, freute sie sich über das Engagement der Eltern und Großeltern „ihrer“ Kinder bei der Gestaltung eines mehrstündigen Programms. Aber auch darüber, Mütter und Väter von Kindern begrüßen zu können, die selbst in der Einrichtung vor Jahren auf die vor ihnen liegende Schulzeit kindgemäß „eingestimmt“ worden waren. Auch die Repräsentanten der Kooperationspartner statteten der Einrichtung in großer Zahl ihren Besuch ab.

Anträge sind gestellt

Drei Gruppen mit 68 Kindern umfasst die Einrichtung heute, wovon 45 über Mittag betreut werden. Es gibt eine U 3-Gruppe, in der sechs zweijährige Kinder gut aufgehoben sind. Benötigt wird — so die Leiterin — mehr Ruhe- und Schlafraum. Die Anträge seien gestellt, hofft sie, dass bald die Mittel für die baulichen Maßnahmen genehmigt werden, damit Abhilfe geschaffen werden könne.

Nicht erst seit der Zertifizierung zum Familienzentrum versteht sich der „Kindergarten“ an der Gerhart-Hauptmann-Straße als Begegnungsstätte von Kindern und Eltern. Die Dynamik der Arbeit in den 35 verflossenen Jahren spiegelt sich in dem Logo am Eingang der Einrichtung wider. Und strahlt auch — so Renate Rüters - in das soziale Umfeld (Oppen/Haal) hinein ab, was der Tag der offenen Tür eindrucksvoll belegte. Waren doch nicht nur die Fahnenschwenker von Oppen-Haal mit ihren bunten Rautentüchern zur Stelle. Ein volles Programm wartete auf die vielen Besucher, die von den Kindern mit Trommelmusik und Tanz begrüßt wurden.

Mit Nutella ohne Zucker und selbst gepresstem Orangensaft, aber auch mit selbst gemachter Marmelade wurden Zeichen für gesunde Ernährung gesetzt.

Mit „Tatü Tata“ fuhr die Feuerwehr vor, bevor sie sich zur Großübung auf den Weg machte. Dass Schminken nicht fehlte, versteht sich von selbst. Mit dem Schwungtuch wurde die sportliche Fitness in Bewegung gebracht. Beim Schubkarrenrennen vor der Haustür waren auch die Väter gefordert, ebenso beim Torwandschießen. Zwischendurch las Oma Angelika interessante Geschichten vor.

An einem Stand gab es jede Mengte Informationen über die Arbeit des „Familienzentrums“. Dabei erfuhren die Eltern auch, was das vom Jugendamt der Stadt konzipierte „FuN“-Projekt zu bieten hat: eine gemeinsam Familienzeit acht Wochen lang an einem Spätnachmittag in der Woche. Damit die geschmiedeten Kontakte erhalten bleiben beziehungsweise erweitert werden, treffen sich die teilnehmenden Familien auch weiterhin einmal im Monat.

Vor stellten sich „Biene“ und „Spiky“, die beiden Therapiehunde. Zu Wort kam auch eine Heilpraktikerin zum Thema „Vitalstoffe“.

Informationen gab es nicht minder am Stand Logopädie. „Sprache haben — Sprechen können“ wurde in einem Workshop thematisiert. Schließlich führte Imker Kaussen in die Geheimnisse der Bienenzucht ein.

(ehg)
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