Würselen: Kinder spielen wie einst die alten Römer

Würselen: Kinder spielen wie einst die alten Römer

Dass die alten Römer ziemlich erfolgreiche Feldherren waren, ist hinlänglich bekannt. Auch für die blutigen Spiele der Gladiatoren finden sich etliche Quellen. Weniger bekannt ist aber, dass die Römer großen Spaß an Würfelspielen hatten und selbst das heutige „Mühle“-Spiel seine Wurzeln im alten Rom hat.

„Spielen wie die echten Römer“ — das hat sich jetzt eine AG am Heilig-Geist-Gymnasium auf die Fahnen geschrieben. Und lädt dazu die Grundschüler ein.

Am Freitag und Samstag, 21. und 22. November, findet als Premiere der „Grundschüler-Projekttage“ am HGG eine römische Spielwerkstatt statt. Kinder aus den dritten und vierten Klassen können dabei nicht bloß viel erfahren — etwa, dass die Römer ihre Würfel aus Knochen herstellten —, sondern auch viel bauen und spielen.

Über Treppen klackern

Zahlreiche einfache römische Spiele sollen in und rund um die Schule angeboten werden. Das Ganze ist auch ein Ableger der vor drei Jahren an der Schule gestarteten Archäologie-AG. Deren Teilnehmer und die Betreuer — die Lateinlehrer Olaf Grodde und Timo Ohrndorf — wollen nun römische Kinderspiele vermitteln. Damit die Kinder von heute entdecken, dass Geschichte ganz schön lebendig sein kann.

Eine gezielte Werbung für die Schule soll die „Römer-Werkstatt“ zwar nicht sein, die beiden Lehrer sagen — aber ein kleiner Werbeeffekt dürfte sich durchaus einstellen. Jedes Kind wird einen eigenen „Würfelturm“ aus Holz basteln, wie es ihn vor tausenden Jahren schon gab. In dem klackern die Würfel über Treppen nach unten. Auch Ballspiele stehen auf dem zweitägigen Programm. Auch können die Kinder erfahren, welche Spiele sich vor tausenden Jahren mit Walnuss-Schalen machen ließen. „Das sind mal keine verkopften Projekttage“, sagt Olaf Grodde mit Blick auf andere Schulen, „sondern da geht es ganz praktisch und mit viel Spaß zur Sache.“

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