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Alsdorf: Kind an Meningokokken-Meningitis erkrankt

Alsdorf : Kind an Meningokokken-Meningitis erkrankt

Ein siebenjähriges Mädchen aus Alsdorf ist mit einer Meningokokken-Meningitis in die Uniklinik Aachen eingeliefert worden. Sie wird derzeit auf der Kinder-Intensivstation behandelt.

Die Siebenjährige besucht die Gemeinschaftsgrundschule Blumenrath. Das Gesundheitsamt hat mittlerweile die engeren Kontaktpersonen der Schülerin ermitteln können. Es handelt sich um rund 60 Personen, die in der Zwischenzeit alle schon vorsorglich mit einem Antibiotikum behandelt worden sind.

Auch die weiteren Kontaktpersonen wurden informiert, dazu zählen alle übrigen Schülerinnen und Schüler sowie alle Lehrkräfte der GGS Blumenrath. Es handelt sich dabei um insgesamt rund 270 Personen, die durch ein Schreiben des Gesundheitsamtes, ein Info-Blatt über die Erkrankung und Aushang in der Schule informiert worden sind. Für diese Personen ist die Einnahme eines Antibiotikums aus medizinischer Sicht nicht erforderlich, so das Gesundheitsamt.

Meningokokken-Meningitis ist eine schwere, durch Krankheitserreger, die Meningokokken, verursachte Erkrankung der Gehirnhaut.

Meningokokken siedeln sich bei fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung im Nasen-Rachen-Raum des Menschen an, ohne dass bei den Betroffenen Krankheitszeichen bestehen (gesunder Keimträger). Bei einer geringen Anzahl von Personen kommt es bei Übertragung der Bakterien zu einer Erkrankung. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten, meistens jedoch im Alter bis zu fünf Jahren. Warum bestimmte Personen erkranken und andere nicht, ist bislang unbekannt.

Die Krankheit wird ausschließlich von Mensch zu Mensch als Tröpfcheninfektion, das heißt über Sprechen, Niesen, Husten, übertragen. Anstecken kann sich daher nur, wer engen Kontakt zu einer erkrankten Person hatte. Eine Ansteckung über Personen, die lediglich Kontakt zu einem Erkrankten hatten und nicht selber erkrankt sind, ist demnach äußerst unwahrscheinlich.

Da die Meningokokken außerhalb des Menschen schnell zugrunde gehen, ist eine Übertragung über Gegenstände oder Flächen, mit denen der Erkrankte Kontakt hatte, ebenso nicht anzunehmen.

Die Erkrankung beginnt in der Regel mit grippeähnlichen Beschwerden; nach dieser Phase kommt es plötzlich zu weiteren schweren Krankheitszeichen. Typisch sind unter anderem Kopfschmerzen, hohes Fieber und Nackensteifigkeit. Bei schwerem Verlauf entwickeln sich in kurzer Zeit großfleckige Hautrötungen oder kleine stecknadelkopfgroße Einblutungen in die Haut.

Bei Verdacht auf eine Meningokokken-Meningitis ist schnelles Handeln angesagt. Sofort sollte ein Arzt aufgesucht werden, der bei Bestätigung des Verdachts eine Einweisung in das Krankenhaus veranlasst.

Eine Ausbreitung des Krankheitserregers im Körper kann bei nicht rechtzeitiger Behandlung innerhalb von Stunden zum Tode führen.

Das Gesundheitsamt des Kreises Aachen weist auf das Info-Blatt zu Meningokokken-Meningitis hin. Es kann beim Gesundheitsamt des Kreises Aachen, 02403/860-0, angefordert werden.

Die Information ist auch im Internet unter: http://www.kreis-aachen.de/gesundheitsamt im Bereich ,Service” als pdf-Datei abrufbar.