Alsdorf: Kellerbrand in Mehrfamilienhaus: Großaufgebot im Einsatz

Alsdorf: Kellerbrand in Mehrfamilienhaus: Großaufgebot im Einsatz

Ein Kellerbrand, Ursache noch unbekannt, war in der Nacht zum Donnerstag auf dem Bahnhofsplatz Anlass für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdiensten aus dem gesamten Nordkreis. Auf dem Platz selbst, über die Kreisverkehre der Banhofstraße hinweg bis hin zum Annagelände standen blinkende Blaulichtfahrzeuge verteilt, hielten sich Teams für den Eventualfall einsatzbereit.

Alleine aus Alsdorf waren über 50 Wehrleute vor Ort, dazu insgesamt 21 Kräfte und Fahrzeuge aus Baesweiler, Herzogenrath und Würselen, letztere mit dem Gerätewagen „Atemschutz“.

Aus den Kellerfenstern dringender Rauch war gegen 22 Uhr Anlass für den Notruf bei der Wehr gewesen. Als die ersten Kräfte am Bahnhofsplatz eintrafen, war es einigen Bewohnern schon gelungen, sich über die verrauchten Treppenhäuser ins Freie zu retten. Andere indes standen auf einem Dachbalkon, da giftiger Qualm ihnen den Fluchtweg auf die Straße versperrte.

Da offenbar eine zunächst noch nicht überschaubare Zahl an Menschen in dem Gebäudekomplex gefährdet war, wurde Vollalarm ausgelöst, und weitere Wehren rückten zum Einsatzort aus, darunter vier Drehleiterwagen.

Zwei Trupps begaben sich unter Atemschutz unverzüglich in die Treppenhäuser, um nach Personen zu suchen, die sie möglicherweise noch in den völlig verrauchten Bereichen befanden. Zudem sorgten sie für Abzugsöffnungen.

Gleich mehrere Angriffstrupps rückten zudem unter Atemschutz ins Kellergeschoss vor und stellten dort fest, dass die Keller der beiden Mehrfamilienhäuser über einen Korridor miteinander verbunden sind und es darüber hinaus weitere Gänge in Nachbargebäude gibt. Insgesamt handelte es sich um ein labyrinthartiges Geflecht mit rund 40 Kellerräumen. „Dennoch ist es den Einsatzkräften schnell gelungen, den Brandherd zu finden“, berichtete Wehrsprecher Christoph Simon unserer Zeitung vor Ort. Das Feuer, das sich in einem der Räume entwickelt hatte, war bereits auf den Nachbarraum übergeschlagen.

Drei Drehleitern wurden ausgefahren, um Kontakt mit den im Haus verbliebenen Bewohnern aufzunehmen, die vierte blieb in Bereitstellung, „zur Sicherung des Brandschutzes im Nordkreis“, wie Simon erläuterte.

Gleichzeitig mit der Brandbekämpfung im Keller wurden die Treppenhäuser mit Hochleistungslüftern entraucht, zudem eine Rauchsperre in Form eines speziellen Vorhangs am Eingang zum Keller angebracht. So konnten die restlichen Bewohner in ihren Wohnungen bleiben. Die Wehrleute forderten sie per Megafon nachdrücklich auf, nicht auch noch die Flucht auf die Straße zu versuchen. Von ihren Balkonen aus beobachteten viele der Wohnungsinhaber das Blaulichtmeer und den Fortgang der Löscharbeiten.

Um die komplexe Lage in den Griff zu bekommen, hatte die Einsatzleitung vier Einheiten gebildet: Zwei Teams widmeten sich ausschließlich der Brandbekämpfung innerhalb den beiden Häuser, ein weiteres sicherte die Häuserfronten, und der vierten Abschnitt war für die Sicherung der Rückseite sowie die Nachkontrolle zuständig.

Kreisbrandmeister Bernd Hollands machte sich ein Bild der Einsatzlage, die nach rund zwei Stunden beendet war. „Glücklicherweise wurde niemand verletzt, es blieb bei Sachschaden“, bilanziert Christoph Simon. Und Markus Dohms, dem die Einsatzleitung oblag, würdigt das „Beherzte und besonnene Vorgehen“ der Einsatzkräfte und die gute Zusammenarbeit der Nordkreiswehren.

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