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Alsdorf: Keine Auszeit für Teichuhn & Co

Alsdorf : Keine Auszeit für Teichuhn & Co

An den Wasserflächen des Tierpark Alsdorf und rund um den angrenzenden Kahnweiher gedeiht properes Leben. Die Gössel der Kanada- und Nonnengänse haben die kritische Phase hinter sich. Sie fressen selbstständig und sind kaum noch von den Alttieren zu unterscheiden.

Die Nilgänse, über die die „Nachrichten” auch schon berichtet haben, müssen jedoch noch höllisch aufpassen, damit ihr Nachwuchs nicht zu einem Opfer der Krähen und Reiher wird. Die einstigen Bewohner des Nils scheinen sich ziemlich wohl zu fühlen in unserer Gegend und haben in diesem Jahr erstmals registrierten Nachwuchs am Broichbach.

Um einiges schwerer ist die Situation der Teichhühner in diesen Tagen. Bedingt durch die Milde zu Jahresbeginn sind sie bereits mit der Aufzucht der zweiten Brut dieses Jahres beschäftigt.

Weil im März die ersten Küken geschlüpft und mittlerweile selbständig sind, geht alles noch einmal von vorne los: Wieder baut das Männchen mehrere Nester aus Stöcken, Zweigen und Gras. Wieder sucht das Weibchen sich ein Domizil aus, in das es die fünf bis sieben Eier legt.

Wieder brütet es so um die 21 Tage bis die Kleinen schlüpfen. Und wieder müssen dann beide Eltern unermüdlich ran, um den gefräßigen, nimmersatten Nachwuchs mit Futter zu versorgen.

Eine Auszeit gibt es nicht. Dafür sorgen angeborene, optische Reflexe. Das Kücken weiß, ohne es je gelernt zu haben, dass es an die gelbe Spitze des Oberschnabels von Mama oder Papa picken muss, wenn es Hunger verspürt. Bei einem Teichhuhnküken ist dies eigentlich immer der Fall.

Das Alttier folgt dem, ob es will oder nicht und gibt das im Schnabel befindliche Futter an den Nachwuchs ab. Bedingung für dieses Verhalten ist jedoch, dass der Schnabel, der Futter fordert, einen schmalen, schwarzen Streifen aufweist. So ist zumindest sichergestellt, dass die gestressten Teichhuhn-Eltern nicht noch andere Vogelkinder versehentlich mit durchfüttern.